Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes (Foto: picture alliance/Arne Immanuel Bänsch/dpa)

Hans sieht Chancen durch Brexit

dpa   22.12.2019 | 10:16 Uhr

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union kann nach Ansicht von Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) auch eine Chance für neue Arbeitsplätze im Saarland sein. Viele Industriebetriebe aus dem Vereinigten Königreich suchten derzeit eine neue Bleibe.

Er wolle prüfen, ein "eigenes Saarland-Büro" in London zu eröffnen und zu versuchen, in Großbritannien produzierende Industriebetriebe ins Saarland zu holen, sagte Hans der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben hier im Saarland hervorragend ausgebildete Fachkräfte, wir haben die Nähe zum Finanzplatz Luxemburg." Man könne gemeinsam mit Luxemburg schauen, wie man die "perfekte Industriestruktur" des Saarlandes "mit der Position Luxemburgs als Finanzplatz verschränken kann, um Menschen in diese Region zu locken". Es gebe derzeit viele Industriebetriebe im Vereinigten Königreich, die eine neue Bleibe suchten.

Der Brexit werde "sehr zügig" kommen. Dabei müssten Möglichkeiten zum Handel mit Großbritannien, das vom ersten auf den fünften Platz der saarländischen Handelspartner abgerutscht sei, erhalten bleiben. Generell gelte: "Wir müssen die Risiken minimieren, die es im Zusammenhang mit dem Brexit gibt." Die Briten brauchten auch weiter "Autos und hochwertige Produkte, die auch aus dem Saarland kommen".

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "aktuell" am 22.12.2019 im SR Fernsehen berichtet.

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