Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

Hans appelliert an Eigenverantwortung

  16.11.2020 | 06:48 Uhr

Der saarländische Ministerpräsident Hans hält vor dem Coronagipfel bei Kanzlerin Merkel an den bestehenden Maßnahmen fest. Er appellierte in diesem Zusammenhang auch an die Eigenverantwortung der Bürger. Der CDU-Politiker schloss auch nicht aus, dass die Kontaktbeschränkungen weiter verschärft werden könnten.

Im privaten Bereich bestünden noch zu viele Infektionen, sagte Tobias Hans. Man müsse sich überlegen: "Muss ich mich wirklich, auch wenn es regelkonform ist, noch mit all meinen Bekannten ab und an treffen?“, so Hans.

Das müsse wieder reduziert werden. Die Maßnahmen zielten darauf ab, eine Überforderung in den Kliniken zu vermeiden und jeder könne dazu beitragen. Das sei noch nicht bei jedem angekommen.

Hans für schnelles Handeln
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 15.11.2020, Länge: 00:34 Min.]
Hans für schnelles Handeln

Hans hofft auf einen Konsens unter den Ministerpräsidenten. Möglicherweise müsse man im privaten Bereich bei der Beschränkung der Kontakte nochmal etwas nachsteuern.

Keine privaten Feiern

Hans appelliert an Eigenverantwortung
Audio [SR 3, (c) SR, 16.11.2020, Länge: 01:01 Min.]
Hans appelliert an Eigenverantwortung

Am Montag beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Coronakrise. Weil sich die Infektionszahlen zu langsam stabilisierten, plant der Bund dabei eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen. So soll der Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein, wie aus der Beschlussvorlage für die Beratungen hervorgeht, die mehreren Nachrichtenagenturen vorlag.

Private Zusammenkünfte sollen demnach auf das Treffen mit einem einzigen weiteren Hausstand beschränkt bleiben. Auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden. Kinder und Jugendliche sollen sich in ihrer Freizeit nur noch mit einem Freund oder einer Freundin treffen. Auch sei die Aufforderung an die Bürger vorgesehen, sich bei jedem Erkältungssymptom, insbesondere bei Krankheitssymptomen der Atemwege, sofort nach Hause in Quarantäne zu begeben.

Wohl keine Verschärfungen für Schulen

Weitere Verschärfungen für die Schulen werden wohl bei den Beratungen am Montag noch nicht beschlossen. Schon vor Beginn der Gespräche zeichnete sich ab, dass es dazu keine Einigung geben wird.

Keine Lockerungen geplant

Lockerungen wird es voraussichtlich angesichts der hohen Infektionszahlen nicht geben. Auch Hans hatte sich am Samstag gegen eine zu schnelle Lockerung der Beschränkungen ausgesprochen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.11.2020 berichtet.

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