Zwei Personen mit Smartphones in Händen (Foto: pixabay/terimakasih0)

Funklöcher im Saarland sollen weniger werden

  22.10.2019 | 16:52 Uhr

Mobiles Internet mit dem Smartphone - noch längst ist das nicht überall im Saarland Standard. Teilweise gibt es nicht einmal normalen Handyempfang. Das soll sich nun ändern: Für besonders betroffene Orte hat die Landesregierung zeitnahe Maßnahmen angekündigt.

Die Ortsteile Ihn, Gerlfangen, Grügelborn, Peppenkum und Brenschelbach haben alle etwas gemeinsam: Sie sind weiße Flecken im Saarland bei der Mobilfunkversorgung, wie eine Auswertung von Funklochmeldungen und eigenen Messungen des Breitbandbüros ergeben haben. Nicht einmal normale Telefongespräche mit dem Handy funktionieren dort zuverlässig - geschweige denn mobiles Internet.

Mobiler Mast für Grügelborn

Das soll sich nun zeitnah ändern. Nach Angaben der Staatskanzlei hätten die Telekom und Vodafone Interesse signalisiert, die Gebiete in Abstimmung mit den Kommunen zu versorgen. Im Freisener Ortsteil Grügelborn wurde sogar schon mit der Umsetzung begonnen. Ein bereits aufgestellter mobiler Sendemast soll bald in Betrieb gehen und für LTE-Empfang sorgen - also nicht nur Sprachempfang, sondern auch mobiles Internet. Auch für Ihn und Gerlfangen sind die Planungen schon konkreter.

Besser soll die Versorgung auch in Grenznähe werden, wo die Mobilfunkbetreiber bisher zum Schutz der ausländischen Netze vor Störungen strenge Auflagen zu erfüllen hatten. Die Bundesregierung habe diese Auflagen nun "praxisgerecht" angepasst. Insgesamt hätten sich die Netzbetreiber verpflichtet, Ende 2021 eine 99-prozentige LTE-Abdeckung in jedem Bundesland zu erreichen.

Weitere Informationen

Handyabdeckung im Saarland
Rund 3200 Funklöcher gemeldet
Seit der Inbetriebnahme des Funklochmelders des Breitbandzweckverbandes eGo-Saar im Sommer 2018 sind dort über 3200 Meldungen eingegangen. Die meisten Meldungen kamen dabei aus Rehlingen-Siersburg und Freisen.

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