"Neue Halberg Guss"-Mitarbeiter streiken (Foto: picture alliance / Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa)

IG Metall bietet neuen Verhandlungstermin an

Karin Mayer / Onlinefassung: Markus Person   14.07.2018 | 09:11 Uhr

Die IG Metall hat der Geschäftsführung von Neue Halberg Guss (NHG) angeboten, die Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag fortzusetzen. Am Freitag war die Geschäftsführung des Unternehmens vor Gericht gescheitert, den Streik in den Werken in Saarbrücken und Leipzig verbieten zu lassen.

Patrick Selzer von der IG Metall Saarbrücken sagte dem SR, die Gewerkschaft sei bereit, Anfang kommender Woche die Verhandlungen fortzusetzen. Ziel sei es, die Arbeitsplätze in Saarbrücken und Leipzig langfristig zu sichern.

Am Donnerstag hatte es in der mittlerweile vierten Verhandlungsrunde zwischen IG Metall und NHG wieder keine Übereinkunft gegeben. Die IG Metall will einen Sozialtarifvertrag über Abfindungen und weitere Sozialleistungen erzwingen. Dafür seien nur begrenzte Mittel vorhanden, argumentiert das Unternehmen.

Erneutes Scheitern vor Gericht

Nach den ergebnislosen Verhandlungen wollte die Geschäftsführung der NHG erneut den Streik gerichtlich verbieten zu lassen. Wie zwei Mal zuvor scheiterte sie mit ihrer Klage vor einem Arbeitsgericht. In der Gießerei wird mittleweile seit vier Wochen gestreikt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 14.07.2018 berichtet.

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