Schild der Gusswerke Saarbrücken (Foto: SR)

Lage bei Gusswerke Saarbrücken spitzt sich zu

mit Informationen von Karin Mayer   25.09.2019 | 14:18 Uhr

Wenige Tage nach der erneuten Insolvenz bei Gusswerke Saarbrücken schlägt der Betriebsrat Alarm. Die Vorräte an Sand, Schrott und anderen Rohstoffen seien bedenklich geschrumpft. Es fehle der Nachschub.

Gusswerke Thema im Wirtschaftsausschuss
Audio [SR 3, Karin Mayer, 25.09.2019, Länge: 04:05 Min.]
Gusswerke Thema im Wirtschaftsausschuss

Außerdem hätten Werkvertragsunternehmer ihre Mitarbeiter abgezogen. Er habe große Sorge, ob die Produktion im Werk weiter aufrechterhalten werden könne, sagte der Betriebsratsvorsitzende Bernd Geier. Für morgen seien bereits Wartungsarbeiten geplant, um die Beschäftigung aufrecht zu erhalten.

Heute beschäftigte sich auch der Wirtschaftsausschuss im saarländischen Landtag in einer Sondersitzung mit der Situation der Gusswerke Saarbrücken. Der vorläufige Sachwalter Franz Abel betonte vor der Sitzung des Ausschusses, er sei eingesetzt worden, um zu überwachen, was im Unternehmen geschehe. Er werde dafür sorgen, dass nichts geschehe, was dem Standort und den Mitarbeitern schade. Er gehe davon aus, dass die Produktion laufen werde.

IG Metall kritsiert Vorgehen

Seit Ende der vergangenen Woche ist klar, dass der Autozulieferer ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchführen wird. Die IG Metall Saarbrücken hatte sich gegen dieses Vorgehen ausgesprochen und ein klassisches Insolvenzverfahren gefordert. Die Geschäftsführung habe in den letzten Wochen keine Konzepte für den Standort vorgelegt. Wie sich das in der Insolvenz ändern solle, sei nicht nachvollziehbar.

Hintergrund

Der Investor One Square Advisors hatte die Gusswerke Saarbrücken und Leipzig Ende 2018 übernommen. Das Vorgänger-Unternehmen Neue Halberg Guss war nach langwierigen Streitigkeiten zwischen dem früheren Eigentümer Prevent und Kunden in die Krise geraten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.09.2019 berichtet.

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