Halberg Guss (Foto: SR)

Geschäftsführung fordert Streikende

Karin Mayer   12.07.2018 | 15:02 Uhr

Die Geschäftsführung von Neue Halberg Guss hat die Beschäftigten in Leipzig und Saarbrücken aufgefordert, den Streik zu beenden. Nur so könnten drohende Auftragsverluste abgewendet werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach Unternehmensangaben haben in den letzten Tagen mehrere Kunden angekündigt, die für die Produktion notwendigen Werkzeuge abzuziehen.

Zur Stunde verhandeln Geschäftsführung und IG Metall über einen Sozialtarifvertrag für die Standorte Leipzig und Saarbrücken. Das Unternehmen bietet für Saarbrücken eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2019. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass keine Aufträge abgezogen werden. Das Angebot für mögliche Abfindungszahlungen hat das Unternehmen weiter verschlechtert.

Neue Halberg Guss bietet einen Berechnungsfaktor von 0,4 pro Jahr der Betriebszugehörigkeit an. Bisher waren es 0,5. Die Gewerkschaft fordert einen Berechnungsfaktor von 3,5. Vor der Verhandlung haben rund 700 Beschäftigte von Neue Halberg Guss in Frankfurt demonstriert.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 12.07.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen