Ein Mann mit einem IG-Metall-Streik-Shirt (Foto: SR)

Halberg Guss will Streik verbieten lassen

Karin Mayer   13.07.2018 | 06:44 Uhr

Im Arbeitskampf beim Autozulieferer Neue Halberg Guss hat noch einmal die Justiz das Wort. Vor dem Arbeitsgericht Frankfurt wird heute erneut die Frage verhandelt, ob der seit dem 14. Juni laufende Streik in den Werken Saarbrücken und Leipzig rechtmäßig ist.

Das Unternehmen Neue Halberg Guss versucht erneut den Streik in der Gießerei gerichtlich verbieten zu lassen. Vor dem Arbeitsgericht wird nun bereits zum dritten Mal wegen Unverhältnismäßigkeit der Forderung der Gewerkschaft verhandelt.

Am Donnerstag hatte es in der mittlerweile vierten Verhandlungsrunde zwischen IG Metall und NHG wieder keine Übereinkunft gegeben. Die IG Metall will einen Sozialtarifvertrag über Abfindungen und weitere Sozialleistungen erzwingen. Dafür seien nur begrenzte Mittel vorhanden, argumentiert das Unternehmen.

Die Arbeitsgerichte Saarbrücken und Leipzig haben den dazu begonnenen Arbeitskampf jeweils für rechtmäßig erklärt. Die IG Metall fordert einen Sozialtarifvertrag für die Standorte Leipzig und Saarbrücken. Das Geld dafür soll treuhänderisch verwaltet werden. Der Arbeitgeber lehnt das ab und fordert die Beschäftigten auf, die Streiks zu beenden.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 12.07.2018 berichtet.

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