Ein Elektroauto beim Aufladen (Foto: dpa)

Hager Group fordert klare Rahmenbedingungen

Karin Mayer   26.11.2019 | 06:41 Uhr

Die Hager Group in Blieskastel kritisiert die hohen Hürden beim Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektroautos in Deutschland. Der Vorstandsvorsitzende Daniel Hager sagte dem SR, um bis 2030 eine Million Ladepunkte zu erreichen, müssten ab 2020 täglich 280 Ladestationen installiert werden. Es sei völlig unklar, wer diese Aufgabe übernehme.

Hager fordert klare Rahmenbedingungen für E-Ladestationen
Audio [SR 3, Karin Mayer, 26.11.2019, Länge: 02:54 Min.]
Hager fordert klare Rahmenbedingungen für E-Ladestationen

Hager forderte klare Rahmenbedingungen: Derzeit sei kein Geschäftsmodell erkennbar, wie die Ladepunkte wirtschaftlich betrieben werden können, so Daniel Hager. Kritisch sei auch die private Infrastruktur. Dem SR sagte er, viele E-Autos müssten zuhause oder während der Arbeit geladen werden. In der Mehrzahl der Häuser stammten die Elektroanlagen aber aus den 70er Jahren. Es sei unklar, ob man damit eine Ladeinfrastruktur betreiben könne. Die Hager Group hat nach eigenen Angaben bereits einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung von Ladesäulen und die dazugehörige Haustechnik investiert. 

Die Bundesregierung hat Mitte November einen Masterplan für die Ladeinfrastruktur vorgestellt. Demnach sollen in den nächsten zwei Jahren 50.000 öffentliche Ladesäulen für Elektroautos aufgestellt werden. Außerdem fördert die Bundesregierung ab dem kommenden Jahr den Aufbau privater Ladesäulen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.11.2019 berichtet.

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