Eine ältere Frau wird gegen Covid-19 geimpft. (Foto: picture alliance/dpa | Felix Kästle)

Härtefallkommission für Corona-Impfungen

Carolin Dylla   09.02.2021 | 18:03 Uhr

Das Gesundheitsministerium hat Details zur geplanten Härtefallkommission für Corona-Impfungen bekanntgegeben. Die Kommission soll prüfen, ob auch Menschen, die von der aktuellen Impf-Priorisierung nicht erfasst sind, in Einzelfällen eine Schutzimpfung erhalten können.

Die Kommission soll sich aus dem Präsidenten der Ärztekammer, einem Ärzte-Vertreter mit medizin-ethischer Kompetenz, einer Person mit Befähigung zum Richteramt sowie zwei Abgeordneten des Landtags zusammensetzen. Sie sollen prüfen, ob Menschen, die von der aktuellen Impf-Priorisierung nicht erfasst sind, eine Corona-Schutzimpfung erhalten können. Das können zum Beispiel jüngere Menschen sein, die wegen einer schweren Krankheit besonders gefährdet sind, im Falle einer Ansteckung einen schweren Corona-Verlauf zu haben.

Anträge ab dem 16. Februar möglich

Um als Impf-Härtefall eingestuft zu werden, müssen die Anwärter einen schriftlichen Antrag stellen und unter anderem ärztliche Unterlagen vorweisen, die belegen, dass wegen einer besonderen gesundheitlichen Situation ein Härtefall vorliegt.

Anträge können ab dem 16. Februar gestellt werden. Das Antragsformular ist ab diesem Tag unter impfen.saarland.de zu finden.

Abgeordnete des saarländischen Landtags hatten sich in den vergangenen Wochen bereits mehrfach für eine solche Kommission ausgesprochen. Das Ministerium hatte bei der Sitzung des Gesundheitsausschusses in der vergangenen Woche angekündigt, eine Härtefallkommission Impfen einzurichten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.02.2021 berichtet.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja