Quittungsblock mit Kugelschreiber vor Euroscheinen und Münzen, Mehrwertsteuersätze  (Foto: SR/picture alliance/imageBROKER/Jens Schmitz)

Selbständige fordern Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung

  24.08.2020 | 12:44 Uhr

Nach einer Mitgliederumfrage des Gewerbe- & Unternehmerverbandes des Saarlandes (GVS) fordert der Verband, die Senkung der Mehrwertsteuer über das zweite Halbjahr 2020 hinaus zu verlängern. Der entstandene Aufwand steht laut GVS in keiner sinnvollen Relation zum bisher erkennbaren Nutzen der Steuersenkung.

Rund 75 Prozent der Befragten bei der GVS-Umfrage bewerteten den Aufwand der Mehrwertsteuer-Umstellung für das eigene Unternehmen als "hoch bis sehr hoch".

Konkret resultiert der Mehraufwand laut GVS aus der aufwendigen Umstellung der Rechnungs- oder Kassensysteme auf die geltenden Steuersätze zu den Stichtagen, dem zeit- und personalaufwendigen Anpassen der Preise sowie dem kostenintensiven Zukauf von Beratungsleistungen.

Jahresabschluss und Inventur

"Nachdem die Selbständigen diesen Kraftakt zur Überwindung der Krise geschultert haben, erwarten wir nun, dass die Verantwortlichen sich kulant zeigen und durch die Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung dafür sorgen, dass die Unternehmen deutlich mehr Zeit bis zur erneuten mit Strapazen verbundenen Umstellung erhalten", fordert der GVS-Vorsitzende Timo Lehberger.

Der bislang vorgesehene Zeitpunkt zur Beendigung der Mehrwertsteuersenkung ist aus Sicht des GVS "mehr als unglücklich" gewählt, da er bei vielen Selbständigen mit dem Jahresabschluss und mit Inventurmaßnahmen zusammenfällt.

Daher fordert der GVS die saarländische Landesregierung auf, sich im Interesse der saarländischen Selbständigen beim Bund für eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung einzusetzen.

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