Saarbrücker Gusswerke (Foto: SR)

Ex-Mitarbeiter bangen um ihre Abfindung

Mirko Tomic   11.10.2019 | 22:43 Uhr

Die Aussichten der knapp 200 ehemaligen Beschäftigen der Saarbrücker Gusswerke auf Auszahlung ihrer zugesagten Abfindungen sind auch nach der Übernahme der Geschäftsführung durch den Insolvenzverwalter Franz Abel nicht gestiegen. Die über vier Millionen Euro sind einfach nicht vorhanden und eine Klage scheint wenig aussichtreich.

Als 200 Beschäftige knapp zwei Monate vor der Insolvenz der Saarbrücker Gusswerke ihre Aufhebungsverträge unterschrieben, schien alles in Ordnung. Ein Trugschluss, wie sich immer mehr herausstellt. Der Vertrag zum geordneten Interessenausgleich ist durch den Betriebsrat abgezeichnet worden, obwohl ein unbedingt notwendiges Testat über die Finanzierbarkeit der geschlossenen Vereinbarung fehlte. Und das, obwohl die nötige Bestätigung durch eine namentlich benannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Vertrag steht. Der Betriebsratsvorsitzende der Saarbrücker Gusswerke, Bernd Geier, erklärte gegenüber dem SR, das dieser Vertrag daher besser nicht vom Betriebsrat unterschrieben hätte werden dürfen.

Video [aktueller bericht, 11.10.2019, Länge: 4:07 Min.]
Gusswerke-Betroffene warten weiter auf Abfindung

Betriebsrat schätzt Chancen gegen Null

Außerdem wies Geier wegen der laufenden Insolvenz der Gusswerke auf die geringen Chancen der knapp 200 ehemaligen Mitarbeiter mit Aufhebungsverträgen hin, überhaupt je das als Abfindung zugesagte Geld zu bekommen. Dabei handelte es sich um mindestens vier Millionen Euro. Und die sind schlicht nicht da. Geier schätzt die Chancen gegen Null ein.

Der Insolvenzverwalter Franz Abel wollte sich zu dem Sachverhalt nicht äußern. Er sei erst seit wenigen Tagen mit der Geschäftsführung betraut und müsse sich zunächst ein Gesamtbild verschaffen.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 11.10.2019 berichtet.

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