Schild der Gusswerke Saarbrücken (Foto: SR)

Insolvenzverwalter übernimmt das Ruder

mit Informationen von Karin Mayer   10.10.2019 | 12:40 Uhr

Das Insolvenzgericht Sulzbach hat die Geschäftsführung der Gusswerke Saarbrücken entmachtet. Die Aufgaben des Geschäftsführung übernimmt nun Franz Abel als vorläufiger Insolvenzverwalter. Er war bisher Sachwalter im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. .

Es ist ein ungewöhnlicher Vorgang - auch für den erfahrenen Insolvenzverwalter Franz Abel. Durch die Gerichtsentscheidung wird die Position des Insolvenzverwalters gestärkt. Er hat nun die Geschäftsführerposition inne. Dem SR sagte er, sein Ziel sei nach wie vor, das Beste für den Standort Saarbrücken zu erreichen.

Kunde GM ausdrücklich gegen "Eigenverwaltung"

Laut Amtsgerichtsbeschluss hat sich der Kunde GM ausdrücklich gegen das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ausgesprochen - auch um zu verhindern, dass die Produktion erneut stillsteht. Das Land hatte bemängelt, dass die Geschäftsführung nach wie vor kein Sanierungskonzept vorgelegt habe. Offenbar hat die Gusswerke-Geschäftsführung ausstehende Zahlungen des Standortes Leipzig an die Saarbrücker Gießerei über Monate nicht eingefordert. Die IG Metall Saarbrücken hatte sich bereits vor Beginn des Insolvenzverfahrens gegen die Eigenverwaltung ausgesprochen.

Kurz nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens kam es in Saarbrücken zum Stillstand der Produktion, weil nötige Rohstoffe nicht mehr bestellt wurden. Seit dem 3. Oktober läuft die Produktion bei Gusswerke Saarbrücken wieder. Das hat Betriebsratsvorsitzende Bernd Geier dem SR bestätigt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.10.2019 berichtet.

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