Arbeit bei den Gusswerken Saarbrücken (Foto: SR)

Gusswerke setzen Betrieb fort

mit Informationen von Karin Mayer   16.03.2020 | 22:02 Uhr

Die Gusswerke Saarbrücken können offenbar bis Ende Juni weiterarbeiten. Wie der Insolvenzverwalter Franz Abel dem SR mitteilt, hat der Kunde Deutz Aufträge für weitere drei Monate zugesagt. Dadurch bleiben vorerst 200 Jobs erhalten.

Auch Grenzgänger werden bei Gusswerke weiter beschäftigt. Sie können auch in Zukunft die Grenzen passieren, um zur Arbeit zu kommen. Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer für 200 Beschäftigte. Sie wurden bereits vom Insolvenzverwalter darüber informiert, dass sie noch bis Ende Juni in der Gießerei gebraucht werden. Insolvenzverwalter Franz Abel sagte dem SR, der Kunde Deutz sei bereit, Aufträge für weitere drei Monate bei Gusswerke Saarbrücken zu platzieren.

Ein-oder Zwei-Schicht-Betrieb offen

Allerdings setze sich damit ein Sterben auf Raten in der Gießerei fort. Denn Ende März müssen erneut Mitarbeiter die Gießerei verlassen. Aktuell sind nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Bernd Geier noch 450 Mitarbeiter bei Gusswerke Saarbrücken beschäftigt. Derzeit wird im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Ob ab April im Ein- oder Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet wird, ist nach Angaben von Insolvenzverwalter Franz Abel offen.

Die Saarbrücker Motorblock-Gießerei war schon seit längerer Zeit in Schieflage geraten. Im September hatte das Unternehmen Insolvenzantrag gestellt. Ende November waren schon rund 600 der insgesamt 1000 Mitarbeiter freigestellt worden.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 16.03.2020 berichtet.

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