Meldestelle der Bundesagentur für Arbeit für die gekündigten Mitarbeiter der Gusswerke Saarbrücken (Foto: Sarah Sassou/SR)

Gusswerke-Mitarbeiter melden sich arbeitslos

Sarah Sassou / Onlinefassung: Axel Wagner   29.11.2019 | 18:58 Uhr

Die Agentur für Arbeit im Regionalverband hat am Freitag die ersten freigestellten Mitarbeiter der Gusswerke Saarbrücken registriert. In der Turnhalle in Brebach hat die Behörde eine Anlaufstelle eingerichtet.

Am Mittwoch kam die schlimme Nachricht für 600 Mitarbeiter der Gusswerke Saarbrücken: Sie werden ihren Job verlieren. Die Agentur für Arbeit im Regionalverband hat für sie eine Anlaufstelle in der Turnhalle in Brebach eingerichtet. Am Freitag haben sich hier bereits Hunderte Betroffene arbeitslos gemeldet.

Video [aktueller bericht, 29.11.2019, Länge: 2:33 Min.]
Gekündigte Gusswerkler melden sich arbeitslos

Die Nachricht von 600 Gusswerke-Mitarbeitern, die sich bis Montag arbeitslos gemeldet haben müssen, hat auch die Agentur für Arbeit überrascht. Man habe schnell handeln müssen, sagte der Leiter der Agentur für Arbeit im Regionalverband, Jürgen Haßdenteufel, damit die Betroffenen ab Dienstag weiterhin Geld bekommen.

Agentur musste schnell handeln

Die Gusswerke Saarbrücken sind insolvent, deswegen erhielten die 1000 Mitarbeiter bislang nur noch einen Teil ihrer ursprünglichen Löhne und Gehälter. Diese Woche dann sah sich Insolvenzverwalter Franz Abel nach eigenen Angaben gezwungen, einen Großteil der Belegschaft frei zu stellen – unbezahlt, denn dafür habe er kein Geld mehr, so Abel.

Noch keine Kündigungen erhalten

Mitarbeiter der Gusswerke Saarbrücken müssen sich arbeitslos melden
Audio [SR 3, (c) SR3, 29.11.2019, Länge: 01:03 Min.]
Mitarbeiter der Gusswerke Saarbrücken müssen sich arbeitslos melden

Die betroffenen Mitarbeiter haben noch keine Kündigung erhalten. Dafür war offenbar die Zeit zu knapp, denn für jeden Mitarbeiter muss erst die Kündigungsfrist errechnet werden. Sie liegt im Insolvenzverfahren bei höchstens drei Monaten. Auch die Mitarbeiter, die in Frankreich leben, werden zunächst von der deutschen Arbeitsagentur versorgt. Die rund 200 Mitarbeiter, die einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben und noch immer auf ihre Abfindung warten, können sich nach Angaben der Agentur arbeitslos melden, um ebenfalls Leistungen zu bekommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.11.2019 berichtet.

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