Ein beladenes Frachtschiff befährt die Saar bei Merzig (Foto: imago images / BeckerBredel)

Güterumschlag an Saar-Häfen gesunken

  09.07.2020 | 15:05 Uhr

Im vergangenen Jahr ist der Güterumschlag der saarländischen Häfen an Saar und Mosel gegenüber 2018 um rund 12 Prozent auf insgesamt drei Millionen Tonnen gesunken. Grund für den Rückgang sind die schwache Industriekonjunktur und die monatelange Niedrigwassersituation auf dem Rhein.

Aufgrund des niederschlagsarmen Winters und des heißen Sommers konnten die Schiffe auf dem Rhein entweder gar nicht oder nur mit reduzierter Ladung fahren, teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) mit. Das habe sich massiv auf den Transport von Massengütern für die saarländische Wirtschaft ausgewirkt. Dieser sei um mehr als ein Viertel im Vergleich zu 2018 eingebrochen.

„Ausgebaute Wasserwege sind wichtig“

„Der Rückgang der transportierten Gütermenge unterstreicht einmal mehr, wie wichtig gut ausgebaute Wasserwege für den umweltfreundlichen Schiffstransport von Gütern sind“, sagte IHK-Geschäftsführer Carsten Meier.

Er appellierte an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), die Fahrrinne insbesondere am Mittel- und Niederrhein zu vertiefen. Nur so könne die wegen des Klimawandels künftig häufiger auftretenden Niedrigwasserzeiten bewältigt werden. „Und nur dann wird es möglich sein, zusätzlichen Verkehr von der Straße auf die Wasserstraße zu verlagern“, so Meier.

Auch die Moselschleusen sollten nach Ansicht der IHK ausgebaut werden. Die inzwischen über 60 Jahre alten Bauwerke seien störanfällig und stellten einen weiteren Engpass im Binnenschifffahrtsnetz auf dem Weg vom und ins Saarland dar.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.07.2020 berichtet.

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