Eine Frau schützt sich mit einer erhobenen Hand vor der Sonne.  (Foto: picture alliance / dpa | Arno Burgi)

Saar-Grüne fordern Hitzeschutzkonzept

  19.07.2022 | 15:08 Uhr

Die Saar-Grünen fordern für das Saarland ein Hitzeschutzkonzept. Angesichts der Rekordtemperaturen sei dieses überfällig. Darin müssten beispielsweise regionale Hitzeschwerpunkte oder besondere Gefahrenstellen wie Seniorenresidenzen berücksichtigt werden.

Seit Tagen steigen im Saarland die Temperaturen: Mit bis zu 40 Grad erreicht die Hitzewelle ihren Höhepunkt. Das kann vor allem für ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Kleinkinder besonders gefährlich werden.

Die Saar-Grünen fordern deshalb für das Saarland ein landesweites sowie regionales Hitzeschutzkonzept. Sehr hohe Temperaturen über mehrere Tage oder gar Wochen hätten in den vergangenen Jahren erheblichen Schaden in der Natur verursacht. Medizinerinnen und Mediziner warnten vor den ernsthaften Gefahren der großen Hitze für die menschliche Gesundheit.

Hitzewarnungen kommunizieren

So erwarten die Saar-Grünen insbesondere, dass die zuständigen Minister ähnlich wie ihre Amtsvorgänger Hitzewarnungen frühzeitig kommunizieren und Maßnahmen empfehlen. Zudem müssten schon jetzt Hitzeschutzkonzepte zukunftsfest geplant werden und beispielsweise regionale Hitzeschwerpunkte oder besondere Gefahrenstellen wie Seniorenresidenzen berücksichtigen.

Das Schutzkonzept müsste darüber hinaus mit einem Hitzenotfallkonzept ergänzt werden, so der Grünen-Vorsitzende Ralph Nonninger. „Langfristig können wir ähnlich wie bei Corona eine Überlastung des Gesundheitswesens nicht ausschließen.“ Extremhitze sei ein Unwetterereignis und müsse entsprechend wie jedes dramatische Naturereignis vorbereitet sein.

In Frankreich etwa gebe es Vorsorgemaßnahmen, sagte die Vorsitzende Uta Sullenberger: „Alleinlebende Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen und Erwerbsunfähige können sich dort in ihrer Stadt registrieren lassen. Bei einer hitzebedingten Unwetterlage behält dann der Soziale Dienst das Wohlbefinden der Betroffenen im Auge.“

Hitzenotfallkonzept als Ergänzung

Für Nonninger gehören in ein solches Hitzenotfallkonzept beispielsweise besondere Maßnahmen für die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung oder Notmaßnahmen beim Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen wegen extremer Hitze.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 19.07.2022 berichtet.

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