Omid Nouripour, Vorsitzender der Grünen, bei einer Wahlkampfveranstaltung in Saarbrücken (Foto: SR)

Nouripour unterstützt Saar-Grüne im Wahlkampf-Endspurt

Christoph Grabenheinrich / Onlinefassung: Thomas Braun   25.03.2022 | 19:50 Uhr

Ohne die Grünen im Landtag werde es keinen Politikwechsel im Saarland geben: Mit dieser Botschaft versuchen die Grünen im Wahlkampfendspurt Wählerstimmen zu gewinnen. Am Freitag bekamen die Saar-Grünen dabei abermals prominente Unterstützung. Parteichef Nouripour reiste aus Berlin an.

Das Saarland brauche dringend wieder eine ökologische und progressive Stimme im Landtag – und die könne nur von den Grünen kommen, sagten die Spitzen-Kandidatinnen Lisa Becker, Anne Lahoda und Kiymet Göktas bei einer Wahlkundgebung am Freitagmittag in der Saarbrücker Innenstadt.

Die große Koalition sei ein Trauerspiel, schade dem Klimaschutz, verschlafe die Transformation der Wirtschaft, tue nicht genug für den ÖPNV. Sie gestalte nicht aktiv, verwalte nur den Stillstand.

Video [aktueller bericht, 25.03.2022, Länge: 1:57 Min.]
Omid Nouripour bei den Saar-Grünen

Nouripour: "Daran sieht man, wie es ist, wenn eine GroKo zu lange regiert"

Parteichef Omid Nouripour, der zur Unterstützung im Wahlkampfendspurt nach Saarbrücken gekommen war, zeichnete ein ähnliches Bild von der Vorgängerregierung im Bund. Die habe zahlreiche Baustellen hinterlassen.

"Wir sehen eine Energieversorgung, die auf dem Spiel steht. Wir sehen, dass soziale Verwerfungen durch die Energiepreise nicht überall abgefedert werden können", so Nouripour. Die Vorgängerregierungen hätten ein schlecht bestelltes Haus hinterlassen. "Und daran sieht man, wie es ist, wenn eine GroKo zu lange regiert und wenn es keine grüne Stimme gibt, die in die richtige Richtung drückt."

Grünen-Einzug auch wichtiger Rückenwind für den Bund

Angesichts des russischen Krieges in der Ukraine sei klar, dass vieles in Deutschland nun sehr schnell verändert werden müsse, vor allem in den Bereichen Sicherheit und Energieversorgung. "Es wäre ein Riesen-Rückenwind für Anna-Lena Baerbock, für Robert Habeck und für uns in der Bundesregierung, wenn die saarländischen Grünen wieder in den Landtag einziehen würden."

Eine Neuauflage der großen Koalition unter umgekehrten Vorzeichen sei kein Politik- sondern nur ein Etikettenwechsel.

Übersicht
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Über dieses Thema berichtete der aktuelle bericht am 25.03.2022 im SR Fernsehen.

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