Barbara Meyer-Gluche  (Foto: Imago/BeckerBredel)

Meyer-Gluche will Saar-Grüne einen

Carolin Dylla   08.08.2021 | 15:01 Uhr

Die ehemalige Ko-Landeschefin der Saar-Grünen, Barbara Meyer-Gluche, hat einen Zehn-Punkte-Plan für einen möglichen Neustart im Landesverband vorgelegt. Darin fordert Meyer-Gluche die unterschiedlichen internen Lager auf, die gegenseitigen Schuldzuweisungen zu beenden und einen "neuen Parteivertrag" als Grundlage für den parteiinternen Umgang zu schließen.

Ein Punkt auf Barbara Meyer-Gluches Zehn-Punkte-Plan: Es müsse Schluss sein mit den gegenseitigen Schuldzuweisungen und Diffamierungen. Ein Appell, den die ehemalige Ko-Vorsitzende sowohl an das Lager von Ex-Landeschef Hubert Ulrich als auch an dessen parteiinterne Gegner schickt.

Nach der Entscheidung des Bundeswahlausschusses am Donnerstag hatten sich die parteiinternen Lager gegenseitig heftige Vorwürfe gemacht. Die Grüne Jugend hatte Hubert Ulrich zum Parteiaustritt aufgefordert. Der Landesvorstand hat inzwischen angekündigt, Vermittlungs- und Gesprächsangebote zu machen.

Ulrichs persönliche Interessen zurückstellen

Dass Meyer-Gluche in einem weiteren Punkt aber speziell Ulrich auffordert, seine persönlichen Interessen nicht weiter ohne Rücksicht auf Verluste durchzudrücken, deutet darauf hin, wo sie die Hauptverantwortung für die aktuelle Lage sieht. Allerdings hatte ihr Kreisverband Saarbrücken Hubert Ulrich bei dessen Wahl zum Spitzenkandidaten für die erste Bundestagswahlliste noch unterstützt.

Kurz vor dem zweiten Parteitag Mitte Juli war Meyer-Gluche zurückgetreten. Sie fordert in ihrem Plan nun einen "neuen Parteivertrag", der Regeln für den gegenseitigen Umgang miteinander festschreibt. Wie genau der aussehen könnte, bleibt aber offen. Dass die Grünen nach der Entscheidung des Bundeswahlausschusses nun im Saarland keine gültige Liste für die Bundestagswahl haben, sei eine "schallende Ohrfeige", so Meyer-Gluche.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.08.2021 berichtet.

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