Bushaltestelle (Foto: SR)

Saar-Grüne wollen ÖPNV-Reformen

  07.12.2018 | 16:30 Uhr

Die Grünen im Saarland haben Vorschläge zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs vorgestellt. Die Partei fordert ein vereinfachtes Tarifsystem und spricht sich gegen Preiserhöhungen aus.

Das Saarland laufe "aktuellen, positiven Entwicklungen" hinterher, kritisierte Landeschef Markus Tressel. "Während in vielen Bundesländern die Nutzerzahlen beim ÖPNV steigen, stagniert sie hier im besten Fall", erklärte er bei der Präsentation eines 10-Punkte-Papiers in Saarbrücken.

Die Landesregierung habe die Entwicklung bei Bus und Bahn seit Jahren zugunsten des Autoverkehres auf die lange Bank geschoben. Die Grünen warnen in dem Zusammenhang vor der abnehmenden Attraktivität des ÖPNV im Saarland.

Video [aktueller bericht, 07.12.2018, Länge: 2:51 Min.]
ÖPNV-Konzept der Saar-Grünen

Fahrradnutzung im Fokus

Die Grünen fordern deshalb eine Vereinfachung des "ungerechten, komplizierten" Wabensystems im saarVV, grenzüberschreitende Übergangstarife mit Rheinland-Pfalz, sowie die kostenlose Fahrradmitnahme. Bei der Fahrradnutzung im Alltag sei das Saarland Schlusslicht, "ohne echte Perspektive besser zu werden", erklärte Tressel. Die kostenlose Fahrradmitnahme, sowie Schließfächer an Bahnhöfen, wären ein wichtiges Signal für Pendler.

Eine weitere Forderung der Grünen ist die Einführung einer Mobilitätsgarantie. Dadurch könnten Pendler bei Verspätungen oder Ausfällen entschädigt werden und Ersatzleistungen erhalten. Ebenfalls von den Grünen vorgeschlagene Handy-Tickets will der saarVV am 1. Februar 2019 einführen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3 Rundschau vom 07.12.2018 berichtet.

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