Ein ICE der Deutschen Bahn (Foto: Pixabay/hpgruesen)

Direkt-ICE nach München gefordert

  17.02.2019 | 11:50 Uhr

Nach dem wiederholten Aus für die München-Flüge ab Saarbrücken drängen die Saar-Grünen auf eine ICE-Direktverbindung. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass sich eine Flugverbindung auf der Strecke offenbar nicht wirtschaftlich betreiben ließe. Trotzdem sei die Strecke mit Millionengeldern gefördert worden.

Nach der Insolvenz der britischen Fluggesellschaft BMI fordern die Saar-Grünen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) dazu auf, sich für ein bessers Zugangebot zwischen Saarbrücken und München einzusetzen. Der Grünen-Politiker Markus Tressel sagte, das Saarland brauche endlich einen Direkt-ICE nach München. Aufgrund der relativ kurzen Distanz sei der Zug eine echte Alternative zum Flug.

Momentan gibt es von Saarbrücken nach München nur eine Direktverbindung mit dem Eurocity. Dieser fährt täglich ab etwa 5.30 Uhr und erreicht München gegen 10.15 Uhr. Die ICE-Verbindungen sind stets mit mindestens einem Umstieg verbunden.

Millionenzuschüsse für unrentable Verbindung

Tressel kritisierte zudem, dass die Landesregierung die offenbar unwirtschaftliche Flugverbindung mit Millionenzuschüssen gefördert hat. Das Land hatte mit BMI einen Fünfjahresvertrag für die München-Verbindung abgeschlossen. Darin waren 1,5 Millionen Euro für Werbemaßnahmen enthalten. Wieviel von dem Geld bisher geflossen ist, ist noch unklar. Die Grünen forderten Wirtschaftsministerin Rehlinger dazu auf, bereits gezahlte Zuschüsse unverzüglich zurückfordern.

BMI hatte den Flugbetrieb auf der Strecke Saarbrücken-München im November 2017 aufgenommen. Vor BMI hatte sich zuletzt die Fluggesellschaft OLT-Express erfolglos an der Verbindung Saarbrücken-München versucht. OLT hatte 2013 Insolvenz angemeldet.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 17.02.2019 berichtet.

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