Alte Schmelz (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

CISPA und St. Ingbert wollen Campus an "Alter Schmelz" vorantreiben

Peter Sauer / Onlinefassung: Anne Staut   22.03.2022 | 13:55 Uhr

Die CISPA-Helmholtz-Zentrum und die Stadt St. Ingbert haben gemeinsam eine Entwicklungsgesellschaft gegründet. Sie soll die bereits bestehenden Pläne für einen Innovationscampus an der "Alten Schmelz" vorantreiben.

Bereits seit längerem gibt es Pläne für einen CISPA-Innovationscampus an der "Alten Schmelz" in St. Ingbert. Der saarländische Ministerrat hatte im Oktober 2020 grünes Licht für die Erschließung und Entwicklung des Standortes gegeben. Doch seitdem ist wenig passiert.

Stadt und CISPA gründen Entwicklungsgesellschaft

Die Stadt St. Ingbert und das "CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit" wollen deshalb nun eine Gesellschaft gründen – die "CISPA Innovation Campus St. Ingbert Entwicklungsgesellschaft". Oberstes Ziel der Entwicklungsgesellschaft ist es, Forschungsergebnisse aus dem Bereich Cybersicherheit durch Ausgründungen in die Praxis zu bringen. Außerdem soll die Gesellschaft die Umsetzung des Innovationscampus vorantreiben.

Für die CISPA-Gründerinnen und -Gründer bestünde auf der Alten Schmelz ein ideales Umfeld, um ihre Ideen voranzutreiben und marktreife Produkte zu entwickeln, sagte CISPA-Gründungsdirektor Professor Michael Backes dem SR. Es sollen nicht nur Räumlichkeiten für Unternehmen geschaffen, sondern auch Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt werden.

Finanziert durch Fördermittel und Investoren

St. Ingberts Oberbürgermeister Ulli Meyer (CDU) sprach von einer großen Chance, die Stadt zu einem attraktiven Zentrum für Digitalwirtschaft zu entwickeln, mit einer Strahlkraft weit über das Saarland hinaus. Beide Partner sollen vorerst zu gleichen Teilen an der Entwicklungsgesellschaft beteiligt werden, mögliche Engagements weiterer Partner wie zum Beispiel durch das Land sind nicht ausgeschlossen.

Finanziert wird die Entwicklungsgesellschaft aus Fördermitteln und durch private Investoren. Gründerinnen und Gründern steht in den kommenden Jahren ein eigener CISPA-Fonds über 50 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell forschen am CISPA-Helmholtz-Zentrum an der Uni 372 Menschen aus 38 Ländern.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 22.03.2022 berichtet.

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