Fördergerüst Göttelborn (Foto: SR/Alexander M. Groß)

Grubenwasser-Entscheidung weiter offen

Janek Böffel / Onlinefassung: Axel Wagner   13.11.2019 | 14:56 Uhr

Ob im Saarland das Grubenwasser ansteigen darf, bleibt vorerst offen. Wie die zuständigen Behörden am Mittwoch im Ausschuss für Grubensicherheit und Nachbergbau bekanntgaben, rechne man mit einer Entscheidung erst im Sommer kommenden Jahres.

Eine der Ursachen für die weitere Verzögerung ist die RAG selbst, die die Grubenwasserflutung beantragt hatte. Von ihr fehlen nach Angaben des Ministeriums noch die benötigten Konzepte, wie Bodenbewegungen, Wasserqualität und das ausströmende, giftige Radongas kontrolliert werden sollen. Erst wenn diese Konzepte vorliegen, könne auch eine Entscheidung gefällt werden, hieß es in der Sitzung.

Allerdings gibt es noch einen weiteren Hemmschuh: Auch das erst im Sommer angekündigte Gutachten des Umweltministeriums zum Grubenwasseranstieg wird wohl noch Zeit brauchen. Auch hier ist laut Ministerium erst im nächsten Frühjahr oder Sommer mit einem Ergebnis zu rechnen. Derzeit läuft die Prüfung der rund 7000 Einwendungen und Stellungnahmen zum Anstieg des Grubenwassers. In einem ersten Schritt will die RAG das Grubenwasser bis auf 320 Meter unter Null ansteigen lassen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 13.11.2019 berichtet.

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