Am ehemaligen Bergwerk Reden wird Grubenwasser über Tage befördert. (Foto: Imago/Becker&Bredel)

Gutachten hält Gruben-Flutung für genehmigungsfähig

Mirco Tomic / Onlinefassung: Sandra Schick   02.07.2021 | 09:46 Uhr

Die von der RAG beantragte Teilflutung der Gruben im Saarland ist wohl genehmigungsfähig. Das geht aus einem Gutachten des Grundwasserforschungszentrums Dresden hervor, das im Landtag vorgestellt worden ist. Allerdings machen die Forscher entscheidende Einschränkungen.

Ein Gutachten des Grundwasserforschungs-Zentrums aus Dresden bestätigt die Berechnungen des Landes zur teilweisen Grubenflutung - allerdings mit Einschränkungen: Das Gutachten fordert ein Überwachungssystem mit der Möglichkeit, jederzeit in den Prozess eingreifen zu können.

Erste Phase würde drei Jahre dauern

Die RAG plant zunächst in einer ersten Phase den Anstieg des Grubenwassers auf minus 320 Meter. Das würde nach dem Abschalten der Pumpen etwa drei Jahre dauern. Wenn der RAG-Antrag demnächst positiv beschieden wird, kann die Wasserhaltung am Standort Reden stillgelegt werden. Zurzeit kostet das Heben des Grubenwassers den Konzern dort jährlich bis zu 17 Millionen Euro – je nach Fördermenge.

Video [aktueller bericht, 01.07.2021, Länge: 3:21 Min.]
Diskussion über Gutachten zum Grubenwasseranstieg

Phase Zwei birgt Gefahren

Aber das ist nur der erste Schritt, die sogenannte Phase Eins. Die RAG plant in einer zweiten Phase alle Gruben bis oben zu fluten und nicht mehr abzupumpen. Das Gutachten weist darauf hin, dass diese zweite Phase Gefahren birgt. Eine komplette Flutung würde das Trinkwasser gefährden.

Jochen Flackus sitzt für Die Linke im Grubensicherheits-Ausschuss. Er sagt: "Das Gutachten sagt, im zweiten Teil, wenn man über die 320 Meter hinaus geht, wird es sehr viele Probleme geben. Und es bestehen dabei genau die Gefahren die auch beispielsweise von der Bürgerinitiative immer wieder genannt werden."

Demnächst will sich der Grubensicherheits-Ausschuss mit dem RAG-Überwachungskonzept der Flutung befassen und es auf seine Wirksamkeit prüfen.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 01.07.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja