Grubenwasser unter Tage (Foto: dpa/Jan-Peter Kasper)

Darf das Bergwerk Saar geflutet werden?

  10.12.2019 | 16:15 Uhr

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat sich am Dienstag mit der geplanten Flutung des Bergwerks Saar befasst. Dabei ging es um die Berufung von RAG und Bergamt gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts.

Video [aktueller bericht, 10.12.2019, Länge: 3:11 Min.]
Darf das Bergwerk Saar geflutet werden?

Sowohl das Bergamt und die RAG als auch die Gemeinde Nalbach wurden vor dem Oberverwaltungsgericht in der mündlichen Verhandlung noch einmal gehört. Eine Entscheidung will das OVG noch vor Weihnachten bekannt geben.

Schäden und verunreinigtes Trinkwasser?

Hintergrund der gerichtlichen Auseinandersetzung ist eine Entscheidung des Bergamtes aus dem Jahre 2013. Damals wurde der RAG zugesichert, die Pumpen in den ehemaligen Bergwerken abstellen zu können und damit einen Grubenwasseranstieg herbeizuführen.

Darf die RAG das Bergwerk Saar am Hoxberg teilfluten?
Audio [SR 3, 10.12.2019, Länge: 00:49 Min.]
Darf die RAG das Bergwerk Saar am Hoxberg teilfluten?

Dagegen hatte die Gemeinde Nalbach vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Ein Grubenwasser-Anstieg bringe Gefahren mit sich. Die Rede ist von Hebungen und Gebäudeschäden, das Trinkwasser könne verunreinigen und es könne wieder zu - dann flutungsbedingten - Bergbaubeben kommen. Das Verwaltungsgericht entschied im vergangenen Jahr zu Gunsten der Gemeinde und urteilte, dass die Pumpen im Bergwerk Saar weiterlaufen müssen.

Die RAG und das Bergamt hatten gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Insbesondere Gefahren für das Trinkwasser seien auszuschließen, sind sich die RAG-Verantwortlichen im Konzern sicher.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.12.2019 berichtet.

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