Erörterungstermin zum Grubenwasserkonzept der RAG  (Foto: Karin Mayer/SR)

Grubenwasser-Erörterungstermin beendet

Karin Mayer   05.06.2019 | 17:38 Uhr

Der Erörterungstermin zum Grubenwasserverfahren ist beendet. Drei Tage lang hatten sich das Oberbergamt und die RAG den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern von Kommunen gestellt.

Der Leiter des Oberbergamtes, Heinz-Georg Schramm, kündigte an, dass die Äußerungen und Einwendungen der Betroffenen intensiv durchgearbeitet werden. Ob für eine Entscheidung über das Grubenwasserkonzept weitere Gutachten gebraucht werden, sei unklar. Einen Planfeststellungsbeschluss erwartet Schramm erst im kommenden Jahr.

Video [aktueller bericht, 05.06.2019, Länge: 1:26 Min.]
Erörterungstermin zum Grubenwasserverfahren abgeschlossen

RAG glaubt an genehmigungsfähigen Antrag

Trotz Kritik am Grubenwasserkonzept und Zweifeln an den Aussagen des Unternehmens RAG zeigte sich der Betriebsdirektor für die Grubenwasserhaltung bei der RAG, Michael Drobniewski, zufrieden. Dem SR sagte er, es seien keine Argumente vorgetragen worden, die dem Grubenwasserkonzept entgegenstünden. Er glaube immer noch, dass der Antrag genehmigungsfähig sei.

Video [aktueller bericht, 05.06.2019, Länge: 2:58 Min.]
SR-Reporter Tomic zum Erörterungstermin über das Grubenwasserkonzept

Weiter Bedenken bei Kritikern

Diskussion um Grubenwasser-Konzept
Audio [SR 3, Karin Mayer, 05.06.2019, Länge: 03:05 Min.]
Diskussion um Grubenwasser-Konzept

Rechtsanwalt Rolf Friedrich, der mehrere Kommunen im Streit um das Grubenwasserverfahren vertritt, hält weitere Vorsichtsmaßnahmen für ausströmendes Naturgas wie Radon und Methan für notwendig. Während des Anstiegs des Grubenwassers müsse mit neuen Austrittstellen gerechnet werden. Das gehe auch aus den vorliegenden Gutachten vor. Die RAG habe dafür bisher kein Konzept vorgelegt. Weder bei Erderschütterungen noch bei Gefahren für das Trinkwasser habe die RAG überzeugt. Nun müsse das Oberbergamt entscheiden.

Über dieses Thema wurde auch in der Region auf SR 3 Saarlandwelle vom 05.06.2019 berichtet.

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