Luftbildaufnahme von Marpingen (Foto: SR/Alexander M. Groß)

Weitere Anti-Corona-Maßnahmen in Marpingen

  12.10.2020 | 13:41 Uhr

In der Gemeinde Marpingen gelten ab sofort erweiterte Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Unter anderem gibt es bei Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen ein Zuschauerverbot. Das hat Bürgermeister Volker Weber (SPD) am Montag angekündigt. Marpingen ist ein Hotspot im Landkreis St. Wendel, zwei Drittel der bestätigten Corona-Fälle sind dort aufgetreten.

Die Inzidenzrate von Marpingen beträgt nach Angaben des Landkreises 400 pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Vor diesem Hintergrund gab Bürgermeister Weber weitere Maßnahmen für die Gemeinde bekannt.

Maßnahmen im Corona-Hotspot Marpingen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 12.10.2020, Länge: 03:12 Min.]
Maßnahmen im Corona-Hotspot Marpingen

Maßnahmen im „Corona-Hotspot“ Marpingen
Audio [SR 3, Markus Person, 12.10.2020, Länge: 03:00 Min.]
Maßnahmen im „Corona-Hotspot“ Marpingen

So wird es in den kommenden zwei Wochen in den gemeindeeigenen Hallen bei Sportveranstaltungen ein Zuschauerverbot geben. Und auch bei Außenveranstaltungen sollen die Zuschauerzahlen zumindest reduziert werden. Außerdem werden die vom Land vorgesehenen Lockerungen für in den Seniorenzentren in der Gemeinde vorerst nicht umgesetzt. Desweiteren sagte Weber, dass es in Gaststätten und im öffentlichen Raum verstärkt kontrolliert werde.

Rund 100 Testergebnisse stehen noch aus

Derzeit gibt es in der Gemeinde Marpingen rund 40 aktive Coronafälle. Die meisten Infektionen seien dabei auf mehrere private Feiern zurückzuführen, so der Bürgermeister. Da im Landkreis St. Wendel allein am Sonntag noch rund 100 Kontaktpersonen getestet wurden, rechnet er mit einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen.

Bereits am Sonntag hatten Weber und auch Landrat Udo Recktenwald (CDU) eindringlich an die Bürger der Gemeinde appelliert, Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Vor allem Besuche und Treffen außerhalb der eigenen Familie sollten vorerst vermieden  werden. Feierlichkeiten sollten aktuell nicht stattfinden.

Weitere Konsequenzen nicht ausgeschlossen

Bleibe die Gemeinde ein „Hotspot“, müsse man weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Erwägung ziehen. "Die Lage ist sehr ernst", sagen Landrat und Bürgermeister. Nun komme es auf die Vernunft der Bürger an.

Der Landkreis St. Wendel hat am Samstag den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten und gilt damit als Risikogebiet. 

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 12.10.2020 berichtet.

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