Fahnen der Großregion  (Foto: SR)

Großregion will Lehren aus der Corona-Krise ziehen

  18.06.2020 | 17:59 Uhr

Bei künftigen Krisen soll in der Großregion zwischen Mosel, Saar und Maas koordinierter und schneller reagiert werden können. Das erklärten Vertreter der Regionen am Donnerstag nach einem virtuellen Treffen unter saarländischem Vorsitz.

Angeregt wurde bei dem virtuellen Treffen der Vertreter des Saarlands, Rheinland-Pfalz, Luxemburgs, der französischen Region Grand Est und Teilen Ostbelgiens eine Zusammenführung von Krisenstäben auf regionaler und lokaler Ebene – wie dies bereits bei einer Taskforce Corona Großregion der Fall gewesen sei. Die Krisenstäbe sollten helfen, neue Formen der Zusammenarbeit zu finden.

Gesundheit und Digitalisierung

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte nach dem Zwischengipfel der Saar-Präsidentschaft, die Großregion wolle aus der Corona-Krise gemeinsame Lehren ziehen. Man sei sich einig, vor allem bei Gesundheit und Digitalisierung "gemeinsame und wegweisende Fortschritte" machen zu wollen.

Kein Abweichen von der Freizügigkeit

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte: "Die zeitweiligen Schließungen vieler Grenzübergänge haben herbe Einschnitte für alle bedeutet. Es wird Zeit brauchen, bis wir wieder in bewährter Weise grenzüberschreitend zusammenarbeiten können." Deshalb seien der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit in der Großregion "wichtiger denn je".

Luxemburgs Ministerin für die Großregion, Corinne Cahen, begrüßte das Ende der Grenzkontrollen. Sie appellierte an die Nachbarländer, im Falle einer neuen epidemiologischen Krise nicht "von der errungenen Freizügigkeit" abzuweichen. In der Großregion leben fast zwölf Millionen Einwohner. Rund 230.000 Pendler überqueren täglich Ländergrenzen.

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