Die offizielle Corona-Warn-App ist auf einem Smartphone zu sehen (Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa)

Großregion will Corona mit digitaler Hilfe eindämmen

Carolin Dylla   19.11.2020 | 16:04 Uhr

Die Großregion will zur Eindämmung der Corona-Pandemie stärker auf digitale Technologien setzen. Darauf haben sich Vertreter des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz, Lothringen, der Wallonie, der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und Luxemburgs auf dem Zwischengipfel der Großregion verständigt. Grenzschließungen soll es keine mehr geben.

Definitiv keine Grenzschließungen mehr, stattdessen grenzüberschreitender Datenaustausch: Das ist die grobe zukünftige Marschroute, die die Vertreter der Großregion für die Eindämmung der Pandemie festgelegt haben.

Dabei sollen das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das CISPA eine zentrale Rolle spielen. Beide Institute sollen Projektideen entwickeln, wie zum Beispiel Besuche in Restaurants und öffentlichen Einrichtungen online erfasst und nationale Corona-Warn-Apps verknüpft werden können.

Außerdem sollen diese Projekte helfen, den grenzüberschreitenden Datenaustausch zwischen den Gesundheitsbehörden zu beschleunigen.

Datenschutz muss abgestimmt werden

Einen Zeithorizont gebe es allerdings noch nicht, hieß es auf SR-Nachfrage. Allzu schnell dürften solche Projekte nicht umsetzbar sein. Vor allem, weil dafür die unterschiedlichen nationalen Datenschutz-Regeln aufeinander abgestimmt werden müssen.

Aus Sicht des Gipfelpräsidenten der Großregion, dem saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans, könnten die so ausgewerteten medizinischen Daten wertvolle Erkenntnisse für ganz Europa liefern.

Auch der bereits im Sommer angekündigte, grenzüberschreitende Pandemieplan wurde diskutiert, weitere Details aber nicht veröffentlicht. Laut Staatskanzlei soll das Dokument im Dezember offiziell vorgestellt werden.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja