Symbolbild: Hatespeech/Hass im Netz (Foto: Imago Images/Thomas Truschel)

Razzia gegen Hetze im Internet

  03.11.2020 | 16:02 Uhr

Mit einer Razzia gegen Hasskommentare im Internet sind Ermittler am Dienstag auch gegen Beschuldigte aus dem Saarland vorgegangen. Nach Angaben des Bundeskriminalamts wurden bundesweit 83 Wohnungen und Objekte durchsucht.

Am frühen Dienstagmorgen waren europaweit Polizisten gegen Hasspostings im Internet im Einsatz - auch im Saarland. In insgesamt elf Bundesländern suchten die Ermittler nach Tatmitteln wie Laptops oder Smartphones, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit. 96 Beschuldigte wurden zu ihren im Internet veröffentlichten Hasskommentaren vernommen.

Vier Häuser im Saarland durchsucht

Insgesamt vier private Wohnhäuser hat die Polizei nach eigenen Angaben im Rahmen der Aktion im Saarland durchsucht, davon drei im Stadtgebiet von Saarbrücken und eins im Regionalverband. Dabei seien unter anderem elektronische Geräte wie Laptops, Festplatten, Handys oder Tablets sichergestellt worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Gegen vier Beschuldigte werde wegen der Verbreitung verfassungswidriger Kennzeichen ermittelt.

Den Männern im Alter zwischen 36 und 54 Jahren, drei Deutsche und ein Italiener, werde unter anderem das Posten von Hakenkreuzen, Runen oder ähnlichen verbotenen Symbolen vorgeworfen. In zwei Fällen seien außerdem verbotene Messer und in einem weiteren Fall Betäubungsmittel in den durchsuchten Wohnungen festgestellt worden.

Die Durchsuchungen sind Teil eines europaweiten Aktionstags gegen Hass und Hetze im Internet, an dem laut BKA neben Deutschland auch sechs weitere europäische Staaten teilgenommen haben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.11.2020 berichtet.

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