Das Ende einer Wasserstoffleitung. (Foto: picture alliance/dpa | Stefan Puchner)

Grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt startet

  17.10.2022 | 06:23 Uhr

Ein über 100 Kilometer langes Netz soll künftig grünen Wasserstoff zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg transportieren. Wie das saarländische Wirtschaftsministeriums mitteilte, kann der Netzbetreiber Creos mit Sitz im Saarland aufgrund einer Zusage des Bundes früher als erwartet mit der Trassenplanung beginnen.

Für das grenzüberschreitende Wasserstoffprojekt "mosaHYc (moselle-saar-Hydrogen-conversion)" ist nach Angaben des saarländischen Wirtschaftsministeriums der Startschuss gefallen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz habe den vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt.

Das Projekt diene dem Ziel, Produktion, Transport und Speicherung von grünem Wasserstoff in der Grenzregion voranzubringen. Dafür arbeitet die Firma Creos Deutschland mit Sitz im Saarland mit Firmen aus Frankreich und Luxemburg zusammen.

Trassenplanung soll beginnen

Geplant ist laut Ministerium ein rund 100 Kilometer langes Wasserstoff-Netz, um Erzeuger und Verbraucher miteinander zu verbinden. Dieses Netz solle zwischen Völklingen und Perl im Saarland sowie zwischen Bouzonville und Carling im Département Moselle entstehen.

Bereits vorhandene Erdgasleitungen sollen dafür auf Wasserstoff umgestellt werden. Ab Wallerfangen bis zur Dillinger Hütte sollen neue Wasserstoffleitungen hinzugebaut werden. In diesem Bereich soll jetzt die konkrete Trassenplanung beginnen.

"Wasserstoff ist Hoffnungsträger"

Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) sieht in dem Projekt große Chancen für das Saarland als Wirtschaftsstandort. "Wasserstoff ist Hoffnungsträger", sagte er. "Wenn wir es schaffen, und eine umfassende Wasserstoffwirtschaft realisieren, wird das unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken und industrielle Wertschöpfung im Land halten."

Das Wasserstoffprojekt ist eines von fünf Projekten im Saarland, die im Rahmen von "IPCEI" (Important Projects of Common European Interest) als Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse staatlich gefördert wird. In Deutschland stehen dafür nach Angaben des Wirtschaftsministeriums über acht Milliarden Euro zur Verfügung.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.10.2022 berichtet.

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