Technische Anlage des Elektrolyseurs einer Produktionsanlage für Wasserstoff. (Foto: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich)

Grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt geplant

Mit Informationen von Karin Mayer   08.03.2021 | 11:54 Uhr

Die Stahl-Holding-Saar (SHS) und das Energieunternehmen Steag möchten gemeinsam mit der Saarbahn, dem Netzbetreiber Creos und Siemens Energy ein grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt aufbauen. Ein 100 Kilometer langes Leitungsnetz soll Erzeuger und Verbraucher miteinander verbinden. Dafür haben die Unternehmen Bundesfördermittel beantragt.

Die insgesamt sechs Partner wollen gemeinsam eine umweltfreundliche Erzeugung von Wasserstoff aufbauen. Die beiden zur SHS gehörenden Unternehmen Saarstahl und Dillinger wollen durch den Einsatz von Wasserstoff CO2 einsparen. Die Saarbahn plant, Brennstoffzellenfahrzeuge im Öffentlichen Personennahverkehr einzusetzen.

Projekt noch in Frühphase

Ziel ist, eine grüne Wasserstoffwirtschaft im Saarland, in Frankreich und Luxemburg aufzubauen. Der Antrag richtet sich an das Bundeswirtschaftsministerium, das wichtige Wasserstoffprojekte von gesamteuropäischem Interesse (IPCEI) unterstützen will. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sieht das Projekt als Chance für den industriellen Kern und die Mobilität des Saarlandes, das Modellregion für Wasserstoff werden will.

Der Projektantrag befindet sich in einer sehr frühen Phase. Das Bundeswirtschaftsministerium will zunächst Vorhaben auswählen, die sich um Fördermittel bewerben können.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.03.2021 berichtet.

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