Das Atomkraftwerk Cattenom im März 2019 (Foto: Lisa Huth/SR)

Greenpeace kritisiert Atomaufsicht und EDF

Lisa Huth   24.08.2019 | 10:31 Uhr

Greenpeace Luxemburg übt heftige Kritik an der französischen Atomaufsicht ASN und dem AKW-Betreiber Électricité de France (EDF). Acht Jahre nach Fukushima gebe es weder in Fessenheim noch in Cattenom die nach der Atomkatastrophe beschlossenen Notstromdiesel.

Die Atomaufsicht habe zu viel Verständnis gezeigt, als die Atomkraftwerke Verzug meldeten. Die Notstromdiesel sollen in Cattenom bis 2020 fertig gestellt sein. Für das AKW Fessenheim sei der Bau komplett gestrichen worden, weil Fessenheim geschlossen werde. Dabei liegt bis heute noch nicht mal ein Antrag auf Schließung bei der Atomaufsicht vor.

Die Notstromdiesel sollen die elektrische Versorgung eines Atomkraftwerks im Extremfall sichern. Beim GAU in Fukushima waren auch die Zusatzgeneratoren zerstört worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.08.2019 berichtet.

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