Eine Corona-Patientin wird am 31. März 2021 in Frankreich in ein anderes Krankenhaus verlegt. (Archivbild) (Foto: dpa/picture alliance/Hans Lucas/Mehdi Cebil)

Grand Est nimmt Corona-Patienten aus Südfrankreich auf

Axel Wagner   21.08.2021 | 20:24 Uhr

Die französische Nachbarregion Grand Est nimmt vier Corona-Patienten aus der schwer belasteten Region Provence-Alpes-Côte d'Azur im Süden Frankreichs auf. Das haben die Gesundheitsbehörden der beiden Regionen mitgeteilt.

Die französische Mittelmeerküste hat derzeit mit zahlreichen Corona-Infektionen zu kämpfen, besonders die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. Allein im Département Bouches-du-Rhône liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben der Santé Publique France vom Samstag bei 700,8. Zum Vergleich: In Moselle kommen aktuell auf 100.000 Einwohner im Durchschnitt 185,6 Infizierte, im Saarland sind es 61,2.

Mittelmeer-Region schwer getroffen

In der Region werden über 800 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, mehr als 300 sind in kritischem Zustand – die meisten der Patienten sind nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörden ARS Grand Est und Paca ungeimpft. Die Infektiologin Dr. Laurence Maulin vom Krankenhaus Aix-Pertuis in Aix-en-Provence sagte, man sei durch die Ankunft der vierten Welle „extrem erschöpft“ und fühle gleichzeitig, dass eine neue, schwere Prüfung bevorstehe.

Um die Krankenhäuser vor Ort zu entlasten, werden nun Patienten in weniger stark betroffene Regionen Frankreichs verlegt. Nach französischen Medienberichten kommen zwei der für Grand Est vorgesehenen Patienten aus Krankenhäusern in Salon-de-Provence, zwei weitere aus Marseille. Sie sollen in Krankenhäusern in Grand Est untergebracht werden.

Unterdessen hatte es in Metz am Samstag erneut heftige Proteste gegen den „Pass sanitaire“ und die Impfpflicht gegeben, die in Frankreich für bestimmte Berufsgruppen gilt.

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