Saarschleife im Herbst (Foto: Albert Klee)

Saarland übernimmt Vorsitz der Großregion

Uli Hauck / Onlinefassung: Axel Wagner   07.11.2018 | 15:52 Uhr

Die Landesregierung will die Bürger bei grenzüberschreitenden Fragen mit der französischen Nachbarregion Grand-Est künftig stärker beteiligen. Das kündigte der zuständige Europaminister Strobel, CDU, an. Das Saarland übernimmt ab 2019 für zwei Jahre den Vorsitz der Großregion.

Gemeinsam mit Grand-Est will das Saarland deutsch-französische Modellregion werden. Deshalb will man sich auch beim künftigen Vorsitz für die Großregion genauer als bisher abstimmen. Auf Workshops oder Online-Plattformen sollen Saarländer ihre Sorgen und Nöte, aber auch Verbesserungsvorschläge für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einbringen können.

Enge Zusammenarbeit und Büro in Paris

Das Saarland will dann eng mit Grand Est an der praktischen Umsetzung in der Großregion arbeiten. Ein Bereich könnten beispielsweise grenzüberschreitende Zweckverbände sein. Um die zu ermöglichen, sollen neue Rechtsverordnungen im Saarland vorab auf mögliche Auswirkungen für unsere Nachbarn überprüft werden. Außerdem prüft die Landesregierung, am Landgericht Saarbrücken eine deutsch-französische Wirtschaftsstrafkammer einzurichten.

Um der Wirtschaft neue Märkte zu erschließen, will man die Kontakte zu französisch-sprachigen Ländern verbessern, indem man beobachtendes Mitglied in der internationalen Organisation der Frankophonie wird. Das Saarland-Büro in Paris will man – nach der zweijährigen Probephase - weiter betreiben.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 7.11.2018 berichtet.

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