Gigabitatlas Saarland auf einem Laptop (Foto: SR/Tymon Oziemblewski/Pixabay)

So steht es um den Gigabit-Ausbau im Saarland

  09.08.2022 | 15:18 Uhr

Ab sofort können Saarländer sich mit einem Klick informieren, welche Gigabitnetze in ihrem Heimatort verfügbar sind. Möglich macht das der interaktive Gigabitatlas des Saarlandes. Darin sind nicht nur Netze aufgelistet, die bereits in Betrieb sind, sondern auch entsprechende Bauvorhaben.

Wie steht es um den Gigabit-Ausbau im Saarland? Darüber soll jetzt der neue Online-Gigabitatlas des Landes Aufschluss geben.

Bürgerinnen und Bürger können sich darin nach Angaben des saarländischen Digitalministeriums ansehen, welche Gigabitnetze von welchen Anbietern in ihrem Ort geplant oder bereits verfügbar sind. Kommen weitere Ausbauvorhaben dazu, soll die Karte ergänzt werden.

Unterscheidung zwischen zwei Technologien

In der Karte werden dabei drei Stufen unterschieden, die jeweils farblich gekennzeichnet sind. Blau sind die Orte, in denen bereits Gigabitnetze in Betrieb sind. Grün sind diejenigen, bei denen das Netz bereits im Bau ist oder die Bauphase kurz bevor steht.

Außerdem gibt es noch gelb gekennzeichnete Orte: Dort ist zwar bereits ein Ausbau angekündigt, die Umsetzung hängt jedoch von verschiedenen Bedingungen wie etwa einer ausreichenden Nachfrage vor Ort ab.

Unterschieden wird in der Karte zudem zwischen zwei Technologien: Kabelanschluss und Glasfaser. Zudem wird der Abdeckungsgrad angegeben, das heißt die Anzahl der Gebäude, die von dem Gigabitnetz erreicht werden können.

Vor allem Kabelanschluss vertreten

Beim Blick auf die interaktive Karte zeigt sich, dass in den blau markierten Bereichen, also den Orten, in denen die Gigabitnetze bereits in Betrieb gegangen sind, der Kabelanschluss von Vodafone vorherrscht.

Die Glasfaser-Gigabitnetze sind hingegen bislang nur in wenigen Orten aktiv. Besonders hervor stechen dabei Eft-Hellendorf und Sitterswald mit einem Abdeckungsgrad von jeweils mehr als 95 Prozent.

Bürger können laut Barke Einfluss nehmen

Digitalminister Jürgen Barke (SPD) verwies im Rahmen der Vorstellung des Atlas darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger Einfluss nehmen könnten.

"Der Glasfaserausbau ist oft an die Nachfrage vor Ort geknüpft. Ich kann den Saarländerinnen und Saarländern nur empfehlen, das Angebot zu nutzen." Ein Glasfaseranschluss lohne sich fast immer, so Barke.

In St. Ingbert ist derzeit aufgrund der geringen Nachfrage etwa unklar, wie es mit dem Glasfaserausbau weitergeht. Die Deutsche Glasfaser hat sich zurückgezogen, ob ein anderer Anbieter den Ausbau übernimmt, steht noch nicht fest.

Mehr zum Thema

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja