Ein Holzstempel mit der Aufschrift Gewerbesteuer. (Foto: IMAGO / blickwinkel)

Zwölf Prozent weniger Gewerbesteuern für Saar-Kommunen

Tabea Prünte   06.10.2021 | 14:41 Uhr

Die Gewerbesteuereinnahmen der Städte und Gemeinden im Saarland fallen für das Jahr 2020 geringer aus als im Vorjahr. Die Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zeigen eindeutige Einbrüche. Das Saarland fährt jedoch weniger Verluste ein als der Bundesdurchschnitt.

Im Jahr 2020 haben die Städte und Gemeinden im Saarland weniger Gewerbesteuern eingenommen als noch im Vorjahr. Aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes ergibt sich im Vergleich zu 2019 ein Verlust von knapp zwölf Prozent zusammengenommen für alle saarländischen Kreise.

Damit machen sich offenbar die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Unternehmen in der Region nun finanziell bemerkbar, mutmaßt das Statistische Bundesamt.

Weniger Verlust als Bundesschnitt

Während die Gewerbesteuereinnahmen des Saarlandes im Jahr 2019 noch gut 480 Millionen Euro betrugen, liegt diese Summe im Jahr 2020 nur noch bei etwa 425 Millionen Euro.

Mit zwölf Prozent weniger eingenommenen Gewerbesteuern liegt das Saarland unter dem Bundesdurchschnitt: Bundesweit verloren Städte und Gemeinden gut 18 Prozent Gewerbesteuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr.

St. Wendel mit größtem Verlust

Den größten Einbruch im Saarland hat der Kreis Sankt Wendel erlebt. Gut 40 Prozent weniger Gewerbesteuern spült das Jahr 2020 in die Kassen.

Die anderen Saar-Kommunen und -Kreise verzeichnen weniger starke Rückgänge: In Merzig-Wadern ergibt sich ein Unterschied zum Vorjahr von knapp 16 Prozent, in Neunkirchen von knapp sechs Prozent, Saarlouis verzeichnet einen Rückgang von gut elf Prozent, der Saarpfalz-Kreis von gut 17 Prozent.

Am geringsten sind die Gewerbesteuereinnahmen in Saarbrücken zurückgegangen: Hier liegt die Differenz zu 2019 bei nur knapp zwei Prozent.

Ausgleichszahlungen fehlen

Der Bund hat beschlossen, Gewerbesteuermindereinnahmen infolge der Coronapandemie finanziell abzufedern.

Für die derzeitige Auswertung des Statistischen Bundesamtes sind diese Ausgleichszahlungen noch nicht berücksichtigt worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.10.2021 berichtet.

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