Kinderschuhe (Foto: picture alliance/Friso Gentsch/dpa)

GEW: Zu viel Kita-Personal in der Notbetreuung

  10.04.2020 | 13:38 Uhr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Kritik an den Zuständen der Notbetreuung im Saarland geübt. So würden viele Träger ihre Erzieher zur Anwesenheit verpflichten, obwohl nur ganz wenige Kinder zu betreuen seien.

Weil viele Träger von Kindertagesstätten darauf bestünden, dass ihre Erzieher vor Ort in der Kita präsent sind, entstünden geradezu absurde Situationen, so die GEW. "Teilweise ist die Anzahl der anwesenden Erzieher und Hauswirtschafter höher, als die Zahl der zu betreuenden Kinder", so Birgit Jenni, Vorsitzende der GEW Saarland.

Die Gewerkschaft fordert stattdessen einen verantwortungsbewussten und situationsangemessenen Personaleinsatz. "Die Menschen sollen so wenig direkte Sozialkontakte wie möglich haben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Jetzt auf eine Präsenzpflicht in den Einrichtungen zu bestehen, konterkariert den Sinn und Zweck dieser Maßnahme", so Jenni.

Deutlich weniger Kinder in Betreuung

Die saarländischen Kindertagesstätten sind seit dem 16. März nur noch für die Notbetreuung solcher Kinder geöffnet, deren Eltern bestimmte berufliche Tätigkeiten ausüben, die unverzichtbar sind. Gleichzeitig wurde die Zahl der Kinder, die in einer Einrichtung betreut werden dürfen, stark begrenzt.

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