Ein leeres Krankenhausbett. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner)

Jung fordert erneuten Rettungsschirm für Kliniken

  16.10.2022 | 17:55 Uhr

Der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung sieht aufgrund steigender Coronazahlen die Versorgungslage in Kliniken gefährdet. Es seien daher erneut finanzielle Hilfen vom Bund notwendig. Einen Appell richtete er außerdem an die Saarländerinnen und Saarländer.

Noch immer sorge die Coronapandemie für steigende Belastungen und Personalausfälle in Krankenhäusern, teilte Saar-Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) am Sonntag mit. Die Bundesregierung müsse daher erneut mit einem Rettungsschirm helfen, anderenfalls drohe eine Überlastung des Versorgungssystems.

Laut Jung müssen medizinisch nicht dringende Behandlungen wieder reduziert werden, "damit die Krankenhäuser Notfälle und schwer kranke Menschen gut versorgen können". Wie bereits in der Vergangenheit geschehen, müsse der Bund für die Erlösausfälle aufkommen. Mit dem Auslaufen des Rettungsschirmes hatten die Kliniken bereits Alarm geschlagen.

Appell: Notaufnahme wirklich nur bei Notfällen aufsuchen

An Saarländerinnen und Saarländer appelliert der Gesundheitsminister, Notaufnahmen von Kliniken "nur in tatsächlichen Notfällen" aufzusuchen und ansonsten den ärztlichen Bereichtschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung in Anspruch zu nehmen.

Um sich generell vor einer Corona-Ansteckung zu schützen und damit auch das Gesundheitssystem zu entlasten, ruft Jung die Menschen dazu auf, in Innenräumen eine Maske zu tragen.

Über weitere Maßnahmen zur Entlastung der Krankenhäuser sei das Ministerium bereits mit den Trägern im Austausch. Wegen steigender Corona-Patientenzahlen haben einige Kliniken über das Wochenende auch einen Besucherstopp verhängt.

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