Buchstabenwürfel bilden den Schriftzug Long Covid neben Blutprobe und Coronavirus-Modell (Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde)

IKK-Studie rechnet mit vielen chronisch Kranken

Steffani Balle   09.02.2022 | 18:03 Uhr

Long Covid könnte einer IKK-Studie zufolge im Saarland dazu führen, dass es in den nächsten Jahren bis zu 25.000 chronisch Kranke geben wird. Der Gesundheitsausschuss im Landtag hat sich am Mittwoch mit der Studie befasst.

Schätzungen zufolge leiden rund 40 Prozent aller Covid-Erkrankten längere Zeit unter Folge-Beschwerden. Dabei ganz vorne steht Fatigue, chronische Müdigkeit, gefolgt von Konzentrationsstörungen.

Long Covid Symptome bei jeder vierten Erkrankung
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 09.02.2022, Länge: 02:29 Min.]
Long Covid Symptome bei jeder vierten Erkrankung

Wenige Daten

Weil die Datenlage eher dünn ist, fordert der Gesundheitsausschuss-Vorsitzende Magnus Jung (SPD) die Einrichtung eines Saarländischen Instituts nach dem Vorbild des RKI, angesiedelt an der Uniklinik. Dort müsste Forschung, Datensammlung und Auswertung gebündelt werden.

Die aktuell angebotene Long-Covid-Ambulanz sei zwar ein gutes Angebot für Betroffene. Nach Jungs Ansicht erfüllt das aber nicht die wissenschaftlichen Aufgaben.

Weil das Krankheitsbild Long Covid wenig griffig ist, seien viele Ärzte bei der Diagnosestellung unsicher. Viele Patienten fühlten sich dementsprechend wenig ernst genommen. Auch der Behandlungserfolg sei aktuell eher als gering einzustufen, so Jung.

Bis zu 30.000 chronisch Kranke möglich

Geht man von 40 Prozent Long Covid-Patienten aus, kämen in den kommenden Jahren zwischen 25.000 und 30.000 chronisch Kranke auf das Saarland zu.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.02.2022 berichtet.

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