Gesundheitsamt (Foto: dpa/Picture alliance/Rebert Schlesinger)

Gesundheitsämter stocken Personal deutlich auf

Steffani Balle   09.11.2020 | 12:03 Uhr

Die Gesundheitsämter im Land haben ihr Personal zur Kontaktnachverfolgung in den vergangenen Wochen erheblich aufgestockt. Mittlerweile sind fast 600 Menschen damit befasst.

In Neunkirchen, wo Anfang Oktober noch gar keine zusätzlichen Unterstützer für die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Einsatz waren, sind mittlerweile 90 Personen speziell für die Kontaktnachverfolgung im Einsatz. In Saarlouis sind es 82, im Regionalverband 116. Der Saarpfalz-Kreis telefoniert, recherchiert und kontrolliert mit 99 Personen, St. Wendel und Merzig-Wadern mit je rund 85.

Die Zahl der Personen, die mit der Unterbrechung der Infektionsketten im Saarland befasst sind, hat sich seit Anfang Oktober damit fast vervierfacht.

Auch Soldaten und Studenten arbeiten mit

Die zusätzlichen Kräfte sind in allen Kreisen Verwaltungsangestellte, die aus anderen Abteilungen abgezogen wurden und Angehörige der Bundeswehr. In einigen Landkreisen kommen diese Woche noch zusätzliche Soldaten dazu.

Der Regionalverband beschäftigt zusätzlich studentische Hilfskräfte und einen sogenannten Containment-Scout, der vom Robert-Koch-Institut geschult wurde. Die rund hundert Mitarbeiter der Verwaltungen, die vor einem Monat noch auf Abruf bereit standen, sind mittlerweile alle zur Kontaktnachverfolgung herangezogen worden.

Der Landkreis Saarlouis sucht noch Mitarbeiter und Studenten für die Kontaktpersonennachverfolgung. "Angesprochen sind auch Kulturtreibende oder sonstige Selbständige, die durch die Lockdown-Maßnahmen Verdienstausfälle haben", betont Landrat Patrik Lauer.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.11.2020 berichtet.

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