Ein Messer an einem Tatort auf der Straße (Foto: picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa)

Gesetzentwurf für Messerverbot geplant

  12.05.2019 | 13:29 Uhr

Der Bundesrat berät kommende Woche darüber, ob das Waffengesetz verschärft wird. Das meldet die "Saarbrücker Zeitung" und beruft sich auf einen Gesetzentwurf aus Bremen und Niedersachen. Geplant ist offenbar, das Mitführen von Messern weitgehend zu verbieten. Auch im Saarland sollen die Waffenverbotszonen ausgeweitet werden.

Zwei Änderungen sind im aktuellen Gesetzentwurf vorgesehen: Zum einen sollen die sogenannten Waffenverbotszonen ausgeweitet werden. Das heißt, an Orten, an denen sich besonders viele Menschen aufhalten, ist es nicht mehr erlaubt, ein Messer bei sich zu tragen. Dazu gehören Einkaufszentren, Bahnhöfe, Haltestellen, aber auch Großveranstaltungen oder das Umfeld von Jugend- und Bildungseinrichtungen.

Verbot für Klingen über sechs Zentimeter

Zum anderen wollen Bremen und Niedersachsen auch, dass feststehende Messer mit Klingen über sechs Zentimeter in der Öffentlichkeit generell verboten werden. Bislang ist eine Klingenlänge von zwölf Zentimetern erlaubt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützte die Initiative: "Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, um diese Form der Gewaltkriminalität zurückzudrängen", sagte GdP-Chef Oliver Malchow am Sonntag.

Auch die saarländische Landesregierung will laut SZ die Waffenverbotszonen ausweiten. Ziel sei es, Waffen aller Art zumindest zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten verbieten zu können. Ministerium und Kommunen führten dazu derzeit Gespräche.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau am 11.05.2019 berichtet.

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