Pizzen von Nestlé Wagner in der Tiefkühl-Theke (Foto: Imago/Manfred Segerer)

Nestlé Wagner hofft auf Ende des Edeka-Streits

Karin Mayer   19.04.2018 | 07:50 Uhr

Der Pizza-Hersteller Nestlé Wagner aus Nonnweiler hofft, dass der Streit mit der Supermarkt-Kette Edeka um Lieferkonditionen zügig beigelegt wird. Edeka hatte verschiedene Nestlé-Produkte - darunter auch Wagner-Pizzen - aus dem Sortiment genommen, um Druck auf Nestlé zu machen.

Bald wieder Wagner-Pizza im Edeka-Regal?
Audio [SR 3, Karin Mayer, 19.04.2018, Länge: 02:44 Min.]
Bald wieder Wagner-Pizza im Edeka-Regal?

Es tut sich was im Streit zwischen dem Nestlé-Konzern und der Handelskette Edeka. Die wird seit kurzem von der Einkaufsgemeinschaft Agecore vertreten – und seither tobt ein Preiskampf. Um Druck zu machen, hatte Edeka zuletzt Produkte wie Wagner-Pizzen, Maggi und Vittel aus den Regalen genommen. Nun zeichnet sich offenbar ein Kompromiss ab. Und darauf hofft auch der Pizza-Hersteller Nestlé Wagner aus Nonnweiler mit seinen knapp 1900 Beschäftigten.

Die aktuelle Entwicklung will Unternehmenssprecher Schaumann nicht kommentieren. Zu Kundenverhandlungen äußere sich das Unternehmen grundsätzlich nicht. Geschäftsführer Thomas Göbel sagte dem SR, es sei bedauerlich, dass derzeit nicht alle Produkte bei den Kunden ankämen. Er hoffe aber, das der Nestlé-Konzern schon bald wieder mit der Handelskette ins Geschäft komme.

Stabile Umsätze für 2018 erwartet

Auf das Geschäftsjahr 2017 jedenfalls habe der Konflikt keine Auswirkungen gehabt. Es sei gelungen, den Umsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel auf über 400 Millionen Euro zu steigern. Gleichzeitig habe sich der Exportanteil auf 35 Prozent leicht erhöht. Eine Herausforderung seien im vergangenen Jahr steigende Käse- und Schweinefleischpreise gewesen. Für 2018 erwartet Nestle Wagner trotz Handelsstreit mit Edeka stabile Umsätze.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 19.04.2018 berichtet.

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