Gelbwesten in Straßburg (Foto: SR)

Festnahmen bei "Gelbwesten-Demo" in Straßburg

  27.04.2019 | 21:52 Uhr

Auch nach neuen Zugeständnissen von Staatschef Emmanuel Macron sind in Frankreich wieder Tausende Anhänger der „Gelbwesten“ auf die Straße gegangen. In Straßburg, wo rund 2000 Menschen demonstrierten, kam es zu Ausschreitungen.

Die Polizei setzte nach Angaben der örtlichen Präfektur Tränengas ein. Mindestens 42 Menschen wurden am Samstag festgenommen. Auf Seiten der Sicherheitskräfte und der Demonstranten wurden jeweils drei Menschen verletzt, auch eine Anwohnerin erlitt Verletzungen.

In Paris zogen zwei Protestzüge durch die Straßen, wie der Nachrichtensender BFMTV berichtete. In der Hauptstadt waren auch Anhänger der großen Gewerkschaft CGT präsent. Demonstranten machten vor den Gebäuden von Medienunternehmen Halt. Sie forderten eine „faire Behandlung in den Medien“, wie BFMTV berichtete.

Über 23.000 Menschen demonstrierten

Laut Behördenangaben demonstrierten am Samstag im ganzen Land 23.600 Menschen. Am vergangenen Wochenende waren es noch 27.900 gewesen. Straßburg sei von den „Gelbwesten“ wegen der Europawahl in vier Wochen ausgewählt worden, berichtete BFMTV. Demonstranten seien auch aus Deutschland, Belgien, Italien oder Luxemburg ins Elsass gekommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.04.2019 berichtet.

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