Gelbe Tonnen stehen neben Restmülltonnen an einer Hauswand (Foto: picture alliance / Norbert Schmidt)

Gelbe Tonne für Lebach

Kai Forst   26.02.2019 | 11:39 Uhr

Die Stadt Lebach will ab 2021 die Gelbe Tonne einführen. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Doch zuvor muss noch mit dem Dualen System über die Knackpunkte wie Größe der Tonne oder Abfuhrrhythmus verhandelt werden.

Der Unmut über die Gelben Säcke ist groß bei den Bürgern im Land. Denn die Säcke sind so dünn, dass sie schnell zerreißen und der Müll so häufig auf der Straße landet. Auch mit der Abfuhr, die seit 2018 in einigen Landkreisen neu geregelt wurde, gibt es häufig Ärger. Manche Kommunen haben bereits reagiert und für die Einführung der Gelben Tonne gestimmt. Saarbrücken machte es vor, St. Wendel zog kürzlich nach und nun hat auch die Stadt Lebach beschlossen, ab 2021 nicht mehr mit den Gelben Säcken sondern mit einer Tonne arbeiten zu wollen. In der jüngsten Stadtratssitzung fand sich dafür die nötige Mehrheit.

Knackpunkte müssen verhandelt werden

Doch noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Denn nach dem Ratsbeschluss stünden Verhandlungen mit dem Dualen System an, sagte der Geschäftsführer des Lebacher Abfallzweckverbandes, Klaus Peter, SR.de. „In diesen Verhandlungen geht es dann um Knackpunkte wie die Größe der Tonne, also 120 oder 240 Liter, sowie den Abfuhrrhythmus, also zwei- oder vierwöchig.“ Wann genau die Verhandlungen mit dem Systembetreiber - für Lebach und den Landkreis Saarlouis ist das nach Angaben von Peter die Reclay-Group - starten, ist noch ungewiss. „Wir wollen das aber in diesem Jahr noch über die Bühne bringen“, sagte Peter.

Neues Verpackungsgesetz macht es möglich

Dass die Kommunen überhaupt selbst darüber mitentscheiden können, ob sie künftig Gelbe Säcke oder Gelbe Tonnen haben werden, wurde mit dem neuen Verpackungsgesetz möglich, dass seit Jahresbeginn in Kraft ist. Das Gesetz bietet den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern die Möglichkeit, Vorgaben für die Erfassung der Leichtverpackungen zu erstellen. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger im Saarland ist zum einen der Entsorgungsverband Saar, der für die meisten Kommunen verantwortlich ist und die Verhandlungen mit dem Dualen System führen wird. Die Kommunen Eppelborn, Lebach, Völklingen, Merzig, Mettlach, Saarbrücken, St. Ingbert, St. Wendel und Wadgassen, die ihre Abfallabfuhr selbst organisieren, verhandeln indes eigenständig mit den jeweiligen Betreibern des Dualen Systems.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 26.2.2019 berichtet.

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