Reichspogromnacht (Foto: dpa)

Stilles Gedenken zur Reichspogromnacht

  09.11.2020 | 10:16 Uhr

Am 9. November vor 82 Jahren haben Nationalsozialisten deutschlandweit Synagogen sowie Häuser und Geschäfte von jüdischen Mitbürgern geplündert, zerstört und angezündet. Die Gedenkfeier der Synagogengemeinde Saar zum Jahrestag der Reichspogromnacht fällt wegen der Corona-Pandemie jedoch aus.

Video [aktueller bericht, 09.11.2020, Länge: 3:00 Min.]
Gedenkaktionen zur Reichsprogromnacht in Saarbrücken und Homburg

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden allein in Saarbrücken etwa 140 jüdische Männer verhaftet, verprügelt und durch die Straßen getrieben. Statt einer Gedenkfeier projiziert die Gemeinde auf eine Wand der Saarbrücker Synagoge das einzige existierende Bild des Innenraums der früheren Synagoge. Außerdem sollen für die weltweit sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden sechs Kerzen angezündet werden.

In Homburg wird die ehemalige Synagoge in der Klosterstraße geöffnet. Dort können die Bürger als traditionell-jüdisches Zeichen der Trauer einen Kieselstein ablegen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 09.11.2020 berichtet.

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