Auch in der Gastronomie kommt man sich beim servieren unweigerlich nahe. Die Infektionsgefahr wird durch Trennscheiben und Atemmasken eingedämmt. (Foto: SR/Sebastian Knöbber)

Gastgewerbe im Saarland fordert Finanzhilfen

  27.05.2020 | 06:34 Uhr

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga im Saarland fordert in der Corona-Krise finanzielle Unterstützung. In einer Umfrage ziehen die Gastronomen eine mäßige Zwischenbilanz der ersten Woche nach der Wiedereröffnung.

Nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga haben sich insgesamt 130 saarländische Betriebe an einer Umfrage zur ersten Woche nach der Wiedereröffnung beteiligt. 95 Prozent der Betriebe gaben an, über eine Außengastronomie zu verfügen und dadurch in der Lage zu sein, Verkaufserlöse zu erwirtschaften

Bei über 80 Prozent davon sei jedoch die Wirtschaftlichkeit trotzdem nicht gegeben. Lediglich drei Prozent der Befragten gaben an, dass sie mehr als 75 Prozent der gewohnten Erlöse erwirtschaftet hätten. Die wirtschaftliche Situation ihrer Mitglieder sei weiter "katastrophal", heißt es in einer Mitteilung des Dehoga.

Verhalten der Gäste positiv bewertet

"Ein Rettungsfonds mit direkten Finanzhilfen ist längst überfällig und muss jetzt kommen“, erklärte die Präsidentin des Verbandes, Gudrun Pink. Außerdem brauche es einen Stufenplan für Lockerungen, wie es ihn etwa in Rheinland-Pfalz gibt. Betriebe wie klassische Kneipen oder Diskotheken hätten oft gar keine Öffnungstermine.

Positiv bewertet der Dehoga das Verhalten der Gäste. Über 90 Prozent der Umfrageteilnehmenden gaben an, dass ihre Gäste Verständnis für die geltenden Regelungen zeigten. Jedoch seien viele Kunden nicht ausreichend mit den geltenden Vorschriften vertraut.

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