«Check-In» steht in der Luca-App auf einem Smartphone (Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder)

Gastro- und Eventbranche für Aus der Luca-App

mit Informationen von Caro Uhl   12.01.2022 | 15:16 Uhr

Im Saarland fordern immer mehr Stimmen ein Aus der Luca-App zur Corona-Nachverfolgung. Vertreter der Gastronomie- und Event-Branche haben sich auf SR-Anfrage dafür ausgesprochen, dass die Landesregierung die Lizenz kündigt - auch, weil es genügend Alternativangebote gebe.

Der Staat müsse nicht mit Steuergeld den privaten Betreiber der Luca-App weiter alimentieren, sagt der Hotel- und Gaststättenverband im Saarland. Es gebe genügend andere Angebote zur Kontaktnachverfolgung. Außerdem hätten Gastronomen auch immer wieder verunsicherte Gäste erlebt, die speziell Luca nicht gerne nutzen wollten.

Auch bei Veranstaltern fände die App „praktisch keine Anwendung“, teilte der saarländische PopRat als Vertreter der Kultur- und Eventbranche mit. Und die Corona-Warn-App verfüge mittlerweile auch über eine Funktion zur Nutzung bei Veranstaltungen.

Kosten bislang rund 370.000 Euro

Im vergangenen Frühjahr hatte das Saarland die Luca-App eingeführt – bisherige Kosten rund 370.000 Euro. Bis Ende Februar muss die Landesregierung entscheiden, ob sie die Lizenzen für die App um ein weiteres Jahr verlängert.

Noch hat sich die Regierung nicht festgelegt, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Dienstag. Man bewege sich bei dieser Entscheidung im Geleitzug der Länder.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 12.01.2022.

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