Gamesentwickler am Rechner (Foto: picture alliance / dpa | Sebastian Kahnert)

Saarland als Games-Standort bundesweit im Mittelfeld

Mit Informationen von Daniel Dresen   13.08.2021 | 06:57 Uhr

Die deutsche Videospielbranche hat das politische Engagement der Bundesländer für die Unternehmen vor Ort bewertet. Das Saarland landet dabei im Mittelfeld – für die Förderer nach eigener Aussage ein guter Ansporn.

Im Branchenbarometer des Verbandes der deutschen Games-Branche taucht das Saarland im Bundesländervergleich auf Platz sechs auf. Für das Ranking werden nach Verbandsangaben zweimal jährlich die Mitglieder befragt. Zu den rund 350 Mitgliedern gehören Spiele-Entwickler, Publisher und weitere Akteure der Games-Branche wie E-Sport-Veranstalter, Bildungseinrichtungen und Dienstleister.

180.000 Euro Förderung

Seit 2018 wird die saarländische Videospiel-Szene mit jährlich 100.000 Euro gefördert, seit dem Haushaltsjahr 2020 sogar mit 180.000 Euro.

Die dafür zuständige Saarland Medien GmbH erklärte auf SR-Anfrage, damit würden Veranstaltungen und Fortbildungen finanziert und Preise ausgelobt. Außerdem gehe das Geld auch als direkte Förderung an Entwicklerinnen und Entwickler, außerdem sollen "gamesfreundliche Strukturen" geschaffen werden.

Mehr Geld für E-Sport

Finanziert wird diese Förderung aus dem Haushalt der Staatskanzlei. Im Doppelhaushalt für 2021 und 2022 sind darüber hinaus noch jährlich 100.000 Euro zur Förderung von E-Sports vorgesehen, das im sportlichen Wettbewerb ausgeübte Spielen am Computer oder an Konsolen.

Damit steigt dann also die Gesamtförderung, die unter dem Label "Game Base Saar" läuft, auf 280.000 Euro pro Jahr. "Wir freuen uns über die politische Unterstützung und die positive Entwicklung der Branche", erklärt Ruth Meyer, Geschäftsführerin der Saarland Medien.

Diese Entwicklung zeige sich insbesondere dadurch, dass es im Saarland vier Entwicklerstudios gebe. Der sechste Platz im Branchenbarometer unterstreiche die Vorreiterrolle des Saarlandes und sei Ansporn für die weitere Arbeit.

Drei Millionen Euro Fördergeld in NRW

Die Spitzenplätze im Branchen-Ranking nehmen die Bundesländer Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen ein. "Die Bedingungen variieren sehr stark zwischen den Bundesländern und sind neben einer guten allgemeinen Infrastruktur und dem Zugang zu Fachkräften häufig ausschlaggebend für Investitions- und Ansiedlungsentscheidungen", sagt Game-Geschäftsführer Felix Falk. So stellt allein Nordrhein-Westfalen pro Jahr drei Millionen Euro zur Verfügung.

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