Ein Landwirt fährt mit einem Traktor über ein staubtrockenes Feld (Foto: dpa/Julian Stratenschulte)

Saar-Bauern befürchten Futterknappheit

  15.10.2018 | 17:25 Uhr

Wegen der anhaltenden Trockenheit könnte bei saarländischen Bauern im Winter das Futter für Nutztiere knapp werden. Das teilte der saarländische Bauernverband auf SR-Anfrage mit. Demnach herrscht derzeit in der saarländischen Landwirtschaft „totaler Stillstand“.

Durch die Trockenheit wachse das Gras nicht mehr, so der Bauernverband. In diesem Jahr könne voraussichtlich nicht mehr gemäht werden. Die Situation werde dadurch verschärft, dass im Frühjahr in Norddeutschland Trockenheit geherrscht habe und deshalb Heu und Silage auch kaum zugekauft werden könnten. Derzeit suche man nach Lösungen.

Wintergetreide kann nicht keimen

Interview: "In den letzten Jahren wird es tendenziell eng mit dem Futter"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner, 16.10.2018, Länge: 03:18 Min.]
Interview: "In den letzten Jahren wird es tendenziell eng mit dem Futter"

Die Trockenheit verzögere auch das Wachstum von Wintergetreide. Dieses sei zwar zum großen Teil gesät, könne aber nicht keimen. Außerdem lasse sich der Boden nur schwer bearbeiten. Er sei so hart, dass der Pflug teilweise nicht durch den Boden komme. Dadurch werde das Material in Mitleidenschaft gezogen.

Die Trockenheit dauert seit Ende Juni an. Die Niederschläge liegen laut Bauernverband etwa bei der Hälfte des langjährigen Mittels.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.10.2018 berichtet.

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