Das Logo ders Friseurkette Klier  (Foto: Imago Images/BeckerBredel)

Friseurkette Klier ist insolvent

  01.12.2020 | 11:29 Uhr

Der Umsatzeinbruch in der Corona-Krise hat Deutschlands größte Friseurkette Klier in die Insolvenz gedrückt. Das Amtsgericht am Firmenhauptsitz Wolfsburg eröffnete am Dienstag ein entsprechendes Verfahren, um die Forderungen der Gläubiger zu prüfen. Im Saarland betreibt die Kette mit Neunkirchen, Bexbach, Losheim und Völklingen vier Standorte.

Klier war infolge des starken Nachfragerückgangs seit dem Beginn der Pandemie finanziell immer mehr in Bedrängnis geraten. Nachdem Anfang September zunächst ein Schutzschirmverfahren beantragt worden war, um das Unternehmen zu sanieren, machte das zuständige Gericht nun knapp drei Monate später den Weg für das Insolvenz-Hauptverfahren frei. Eine Gläubigerversammlung wurde für den 25. Februar 2021 angesetzt.

9200 Arbeitsplätze

Wie viele der rund 9200 Jobs bei Klier gefährdet sind, ist bisher unklar. Zuvor hatten auch Überbrückungshilfen die hohen Einnahmeeinbußen bei Klier besonders während des Shutdowns im Frühjahr nicht ausgleichen können - etliche Friseurbetriebe hatten damals zeitweise komplett schließen müssen. Ein Sprecher hatte am Montag erklärt, die Prüfung der Finanzlage sei nun "eine wichtige weitere Etappe" auf dem weiteren Weg.

Drei Standorte im Saarland

Die Klier-Gruppe betreibt nach eigenen Angaben die bundesweit größte Zahl an Friseurfilialen. Neben rund 1400 Niederlassungen im Inland gibt es zahlreiche weitere Standorte in anderen Ländern Europas. Im Saarland gibt es mit Neunkirchen, Bexbach, Losheim und Völklingen vier Standorte.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.12.2020 berichtet.

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